Wer Spiele selbst erstellen will, hat sich eine nicht ganz einfache Aufgabe gestellt. Es werden nicht nur Fantasie, Zeit und Arbeit dazu benötigt, sondern auch ein gehöriges Maß an Geduld und logischem Denkvermögen. Das Entwicklungsziel sollte Ihnen von Anfang an bewusst sein: Das entstehende Produkt muss in erster Linie unterhaltend sein.
Frustrationsphasen sollte man von vornherein mit einplanen, sie gehören zum normalen Produktionsablauf. Die Entwicklung erweist sich häufig als anstrengend, etwa wenn Sie versuchen, ein Spieldesign zu erstellen und dieses nach unzähligen Anläufen immer noch nicht Ihren Ansprüchen genügt oder sich in Ihren Codezeilen ein hartnäckiger Fehler eingeschlichen hat.
Idee und Spielkonzept
Das Allerwichtigste bei der Spielentwicklung ist die möglichst neuartige Idee – an Brain-Storming-Sessions führt deshalb in den meisten Fällen kein Weg vorbei.Beachten Sie: Gute Spielideen benötigen zumeist Zeit zum Reifen. Details kristallisieren sich in der Regel fast von alleine heraus, wenn man von der Grundidee selbst angetan ist. Steht das Grobkonzept des Spiels, ist es Zeit für die Entwicklung von Handlungssträngen. Ähnlich wie in einem Drehbuch zu einem Hollywood-Streifen, sollte im Spielkonzept jede Kleinigkeit der Handlung und Ausgestaltung des Spiels vermerkt sein. Der Nachteil einer solchen Vorgehensweise: Noch bevor die erste Code-zeile umgesetzt wird, muss bereits viel Vorarbeit erledigt werden. Dies hat jedoch den Vorteil, dass Sie sich ausführlich mit dem Spiel befassen müssen und die Umsetzung dann umso schneller vonstatten geht.
Im Spielkonzept definieren Sie die Rahmenbedingungen des Spiels. Spätestens jetzt sollte ganz klar feststehen, um was für ein Spiel es sich handelt, wie die Story aussieht, welche Aufgaben dem Spieler gestellt werden und wie seine Aktionsmöglichkeiten aussehen.
Je nach Komplexität des Spiels ist es ratsam, sich für die eigentliche Herstellung Partner zu suchen. Neben der Umsetzung der Story in Flash müssen schließlich auch die Grafiken und die Musik bzw. die akus-tische Untermalung erstellt werden. Viele Entwickler unterschätzen die Wirkung von Bild und Ton und setzen in einem Spiel lediglich auf die Funktionalität. Was nützt Ihnen jedoch eine fehlerfreie Steuerung, wenn im Spiel lediglich Strichmännchen hin und her laufen? Sie sollten daher ein Spiel als Ganzes sehen und nicht nur die ActionScript-Zeilen, die zur Umsetzung notwendig sind. Der Mensch ist nun einmal auf visuelle und akustische Eindrücke geeicht!
Spielen entspannt Geist und Seele, auch am Computer. Gut, dass beim Spielen im Internet weder hohe Preise für Spielesoftware noch die Angst vor einem Fehlkauf quälen. Heutzutage stehen unzählige Online-
Spieleportale zur Verfügung, auf denen man kostenlos zocken kann, bis der Arzt kommt. Genau richtig für all diejenigen, die eine Pause überbrücken oder ohne Risiko bei Casinospielen mitmischen wollen. Es locken Kartenspiele wie Skat, Klassiker aus Automatenspielhallen und Glücksspiele. Bei einigen Portalen kann man, bei anderen muss man sich anmelden. Ein so genannter Nickname sorgt dann für Anonymität. Opa Bombastic beispielsweise klingt doch klasse, oder? Nur angemeldete Spieler nehmen an Gewinnspielen teil und können die erreichten Punkte, den Highscore, mit Ergebnissen anderer Spieler vergleichen. So etwas reizt nicht nur Moorhuhnjäger.
Ablauf des Produktionsprozesses
Den Produktionsverlauf haben wir in unserem Schema in fünf Phasen dargestellt. Natürlich sind die jeweiligen Phasen nicht so strikt getrennt wie hier abgebildet, sondern überlappen sich teilweise und laufen zeitweise parallel.
Phase 1 – Idee
In den Spieleentwicklungsfirmen werden nicht nur ständig neue Ideen für erfolgreiche Spiele geboren und umgesetzt, viele Unternehmen werden mit der Konvertierung eines bereits bestehenden Spieles auf ein anderes System oder der Umsetzung einer bestehenden Lizenz beauftragt, so geschehen bei Indiana Jones 3. Das bringt nicht nur Vorteile mit sich – man muss sich Spielhandlung und -ablauf nicht mehr ausdenken – sondern auch Nachteile. So hat zum Beispiel jede Plattform ihre eigenen Hardwarespezifikationen und Vorschriften. Und da die meisten grafischen Spielmodule (Charaktere, Hintergründe, 3D-Objekte ...) durch die Lizenz bereits vorgegeben sind, sind besonders die Grafiker in ihrer Kreativität stark eingeschränkt.Eine größere Herausforderung ist die Umsetzung neuer, eigener Ideen. Eine so genannte Featurelist hilft dabei besonders. Diese Liste besteht aus ungeordneten Niederschriften von Ideen und Vorstellungen zum Spiel. Mit einem Design-Dokument hat dies allerdings noch nichts zu tun.










