Dienstag, 22. Mai 2012


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August 2007 | Artikel

Die Expression-Tools - Webpublishing by Microsoft

(Link zum Artikel: http://www.entwickler.de/cod//001269)

Text: Frank Puscher
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Mit drei neuen und einem überarbeiteten Werkzeug will Microsoft bei Webdesignern Punkte sammeln. Gelingt das?
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Erinnern Sie sich noch an Frontpage? Mitte der 90er-Jahre war es für viele publizistische Anbieter das Tool der Wahl. ProSieben Online steuerte seine gesamte Website mit dem Microsoft-Werkzeug, inklusive aller Stärken und Schwächen. Stärken da, wo automatisch Code in ein Dokument eingefügt werden konnte. So konnte zum Beispiel eine Navigationsleiste in einem zentralen Dokument definiert, dann aber von den verschiedenen Designern implementiert werden. Schwach dort, wo es um Web-Standards oder auch nur um das Sparen von Ladezeiten ging. Der Frontpage-Code war häufig so schlecht, dass man überflüssige Tags am Besten über automatisches "Suche und Ersetzen" aus dem Quellcode entfernte.

Erinnern Sie sich noch an WMF? Nein, das ist eine rhetorische Frage. Das Microsoft Video Format spielt auch heute noch eine Rolle, aber nur eine ganz kleine. Flash hat ihm den Rang abgelaufen, weil Macromedia es verstanden hat, das Video als Inhaltsbestandteil von Seiten zu sehen und nicht als Sonderformat, das einen eigenen Player braucht. Warum die lange Einleitung? Weil Microsoft in den oben genannten Bereichen eine gute Marktposition hatte und sie an Adobe verloren hat. Und weil Microsoft gerade die Aufholjagd startet.

Expression Web
Mit vier Werkzeugen, gebündelt im Expression Studio, tritt Microsoft an. Expression Web ist der Frontpage-Nachfolger. Expression Design ist das Grafikprogramm. Expression Media heißt die neue Dateiverwaltung und Expression Blend soll die Medien zusammenführen und als Silverlight-Anwendungen ins Netz bringen. Das Silverlight-Plug-in positioniert sich dabei als Flash-Konkurrenz.

Beginnen wir mit einer Betrachtung von Expression Web. Microsoft hat den Namen des Vorgängers zwar abgelegt, doch das Interface sieht fast genauso aus wie vorher. Das ist auch gut so. Denn der dreispaltige Standard hat sich etabliert. Links die Werkzeuge, in der Mitte die Ansichtsmodi und auf der rechten Seite die Site-Verwaltung, die CSS-Stile und andere besondere Elemente.

Um das Wichtigste vorweg zu nehmen: Expression Web macht schlanken Code und lässt sich mühelos so konfigurieren, dass W3C-Standards eingehalten werden. Ein guter Export-Dialog hilft beim Anpassen der unterschiedlichen Browser. Das Werkzeug hält inzwischen in fast allen Disziplinen mit Dreamweaver und GoLive mit. Zu den weiteren Stärken gehört vor allem der Umgang mit CSS. In der WYSIWYG-Ansicht wird das Aussehen komplexer CSS-Layouts besser simuliert als bei Adobe. Will der Designer interne Stile in ein externes Stylesheet verschieben, geschieht das durch einfaches Drag & Drop. Und auch die Anwendung von Stilen auf Inhaltselemente kann durch Ziehen mit der Maus geschehen. Das ist aber eher schwierig, weil man häufig nicht den DIV-Container trifft sondern zum Beispiel das enthaltene Bild selbst.

Inzwischen verfügt Expression Web auch über einen guten integrierten FTP-Client, der das inkrementelle (nur veränderte Dateien) Publishing zu einem nahtlosen Export-Prozess werden lässt. Um es auf den Punkt zu bringen: Expression Web ist ein vollwertiges Web-Publishingtool geworden, dass den Vergleich mit Dreamweaver nicht zu scheuen braucht. Allerdings bringt es auch nicht viel mit, was zu einem Tool-Wechsel antreiben könnte.

  1. Download der Expression-Tools
  2. Adobe Flash CS3

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Kommentare

Gravatar Heinz 24.08.2007
um 17:04 Uhr
Mal sehen wann die Mac Versionen rauskommen: Aber ob ich ein WindowsProdukt auf meinen Mac lassen. Ich glaub nicht!

Aber schöner ARtikel!
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