Der englische Begriff „Business Intelligence“ umfasst mittlerweile eine Vielzahl von Techniken. Ursprünglich verstand man darunter das Berichtswesen oder Reporting, um Aufschluss über den Geschäftsverlauf zu erhalten. Doch die Flut der Daten, auch aus Niederlassungen und von Partnern und Kunden, zwang schnell zu einer weitergehenden Untersuchung. Analyseanwendungen erlauben es dem Sachbearbeiter, eine aggregierte Größe so zu untersuchen, dass die zu Grunde liegenden Daten sichtbar und zugreifbar werden. Auf diese Weise ließe sich beispielsweise der Grund für einen Umsatzrückgang in einem bestimmten Vertriebsgebiet aufspüren. Diese Erkenntnis könnte wiederum zu einer Entscheidung beitragen, die ihrerseits in eine Aktion mündet. Es ist das Ziel der Business-Intelligence-Anbieter, diese Latenzzeit zwischen Analyse und Aktion auf ein Minimum zu reduzieren, um die Reaktionsfähigkeit des Unternehmens zu maximieren.
Weil aber Berichtswesen und Analytics-Anwendungen nur historische Informationen liefern und nicht der Umsetzung von Zielen der Unternehmensstrategie dienen, wurden die Instrumente des Controllers herangezogen und mit den genannten BI-Werkzeugen versehen. Daraus entstand Corporate Performance Management (CPM). Dies erlaubt die Steuerung und Überwachung des Geschäftsverlaufs in einem steuernden Regelkreis. Metriken geben dem CPM-Nutzer laufend Auskunft über den Ist-Zustand, den er mit weiteren Sollvorgaben steuern kann. Auf einer Anwendung wie etwa einer Balanced Scorecard und deren Frontend, dem so genannten Dashboard (Armaturenbrett), kann er schnell relevante Kenngrößen überblicken und bei Angaben im roten oder gelben Bereich korrigierend tätig werden. CPM-Funktionen werden nach Ansicht von Experten bis zum Jahr 2012 vollständig in BI-Plattformen aufgehen [1], [2].
Der folgende Marktüberblick erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern würdigt die wichtigsten Anbieter im Business-Intelligence-Markt. Dieser wird in drei Komplexen betrachtet:
- Anbieter von Datenbanken und ERP-Systemen (wobei Microsoft aus verständlichen Gründen nicht als Linux-Anbieter auftaucht),
- Spezialanbieter und
- Open-Source-Projekte.









