Samstag, 11. Februar 2012


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Januar 2008 | Artikel

Silverlight -- Rasend schnell geht's durch die Welt

(Link zum Artikel: http://www.entwickler.de/dotnet//001495)

Der Start in Las Vegas

Text: André Wussow
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In unserer neuen Serie dreht sich alles um die Web-Präsentationstechnologie Silverlight. Im ersten Teil erfahren Sie, was Silverlight genau ist, welche Unterschiede in den Versionen liegen und worauf Sie bei der Entwicklung von RIAs achten sollten. Los geht's in Las Vegas.
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Silverlight ist eine Browser- bzw. Web-Präsentationstechnologie zur Darstellung vektorbasierter Inhalte auf Basis der Windows Presentation Foundation. Primär dient diese Technologie der Entwicklung sogenannter Rich Internet Applications (RIAs) und wurde in der Vergangenheit nicht selten als der Flash-Konkurrent überhaupt dargestellt. Allein diese mutige Behauptung lässt die Entwicklung von Silverlight rasant voranschreiten. Vergleichbar mit einem Silberpfeil hat Silverlight seit seiner Vorstellung am 16. April 2007 auf der NAB2007-Konferenz (National Association of Broadcasters) in Las Vegas in relativ kurzer Zeit einige große Abschnitte passiert.

Startpunkt: Las Vegas

Die Stadt, in der Silverlight vorgestellt worden ist, ist die größte Stadt im US-Bundesstaat Nevada und primär natürlich aufgrund der enormen Anzahl von Casinos berühmt geworden. Global gesehen ist Las Vegas eines der bedeutendsten Touristikzentren, in das jährlich etwas 39 Millionen Touristen reisen. Anders als vermutet werden allerdings 75 Prozent sämtlichen Umsatzes mit Eintrittskarten für Shows, Souvenirs und Luxusartikeln gewonnen, lediglich 25 Prozent des Gesamtumsatzes machen die Casinos aus.

Aber auch in der IT-Branche hat sich Las Vegas als attraktiver Konferenzort etabliert. So finden dort neben der jährlichen NAB-Konferenz unter anderem auch die CES, MIX, Interop, DEFCON und die DevConnections-Konferenzen statt.

Silverlight selbst stellt hierbei die konsequente Weiterentwicklung der WPF/E-Technologie dar, die im März 2006 seitens der Redmonder angekündigt worden war. Ziel und Zweck dieser Technologie liegt darin, die derzeit neue Präsentationstechnologie WPF (Windows Presentation Foundation) auch auf andere Plattformen (aktuell allerdings nur Windows und MacOS) sowie andere Browser als den Internet Explorer zu bringen. Das angehängte "E" im Titel steht daher für "Everywhere". WPF/E sollte allerdings nur einen kleinen Teil der WPF/XAML-Funktionen (eXtensible Application Markup Language) bieten, damit die Benutzer nicht von einer horrenden Datenmenge bei der Installation abgeschreckt werden, was als Flash-Konkurrent natürlich auch eine große Rolle spielt.

Bis zum Erscheinen von Silverlight wurden diese Merkmale konsequent durchgesetzt, sodass der Silverlight 1.0-Installer gerade einmal eine Floppy Disk füllen würde (1,38 MB). (Anm. des Autors: Ja, Floppy Disk – der Gedanke daran ist fast schon so nostalgisch wie die Zeiten des farblosen Internets bzw. BTX-Systems oder aber wie mein guter, alter Commodore64.)

Silverlight ist nicht gleich Silverlight

Um Silverlight möglichst schnell zu verbreiten, boten die Redmonder Entwicklern schon relativ früh den Zugriff auf die Silverlight-Technologie an, was allerdings auch genauso früh für Verwirrung in Form von Silverlight 1.0 und 1.1 führte. Wenn also die Rede von Silverlight ist, muss aus der Entwicklersicht zwingend die Versionsnummer mit dabei sein, da es hier fundamentale Unterschiede zu beschreiben gilt. Bei Silverlight 1.0 handelt es sich um eine abgespeckte Version der WPF, die primär der Darstellung von Oberflächen und Media-Daten sowie der Animation von grafischen Vektorelementen dient. Die Basis stellt hier XAML dar. Sämtliche Zusatzfunktionalitäten, sofern benötigt, werden per JavaScript implementiert. Es erfordert keinerlei Zusatzbibliotheken oder -software und beinhaltet auch keine .NET-CLR.

Silverlight 1.1 hingegen stellt die für .NET-Entwickler maßgebliche Version dar. Aktuell ist das Alpha Refresh vom September 2007 erhältlich; das endgültige Release in Form von Silverlight 2.0 soll laut Angaben von Microsoft Anfang 2008 erscheinen. So wie es allerdings aktuell aussieht, wird man sich noch bis März/April gedulden müssen. Der Installer der aktuellen Alpha schlägt mit satten 4,5 MB zu Buche und ist somit um das 3,2-fache größer als der Installer von Silverlight 1.0. Nicht ohne Grund, denn das „Silverlight für .NET-Entwickler“ beinhaltet zusätzlich ein plattformunabhängiges und leichtes Subset des .NET Framework inklusive CLR, Klassenbibliothek und Compilern. An Sprachen werden C# und VB.NET unterstützt. Da Silverlight primär aber der Entwicklung von RIAs dient, wurden logischerweise sämtliche für diesen Zweck überflüssigen Elemente aussortiert, was auch im Kampf gegen Flash ein wichtiges Kriterium darstellt, da der Flash-Player-Installer gerade mal mit einem Gewicht von knappen 1,5 MB in den Ring steigt.

Der eine oder andere wird sich nun fragen, warum Microsoft direkt mit zwei Versionen aufwartet und sich nicht auf die .NET-Variante beschränkt. Auf diese Frage wird es wohl mehrere Antworten geben: Zum einen ist der Einstieg für Webentwickler, die sich noch nicht mit .NET beschäftigt haben (dafür aber mehr mit JavaScript), wesentlich leichter, und zum anderen ...

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