Usability
Im Webdesign befinden wir uns immer noch in der Entwicklungs- und Spielphase. Navigations- und Bedienungskonzepte werden erfunden, getestet und manchmal auch verworfen. Immer wieder wird vergessen, dass die Sites zwar von Profis gemacht, aber im Normalfall von Laien genutzt werden. Diese verstehen oft den Aufbau einer Website nicht und interessieren sich meist für andere Details, als Seitenbetreiber und Dienstleister sich oft einbilden. Der Nutzer muss mehr in den Fokus der Seitenerstellung rücken.Das Web und vor allem die Zugangsprogramme müssen für alle Nutzer einfacher und intuitiver zu bedienen sein. Derzeit glänzen die meisten Programme mit tief verschachtelten Konfigurationsmenüs, in denen im Normalfall die Fachsprache des Internet wiederholt wird. Doch leider kann der Normalanwender meist mit IMAP, POP3 oder SMTP meist genauso wenig anfangen wie mit TCP/IP oder MAC-Adresse.
Accessibility/Zugänglichkeit/Barrierefreiheit
Das Web bietet prinzipiell jedem die Möglichkeit, von überall auf Informationen zuzugreifen, selber welche zu verbreiten, sich unterhalten zu lassen oder zu kommunizieren. Praktisch stehen neben den eben genannten Usability-Hürden noch weitere Hürden im Weg. Denn leider werden die wenigsten Webseiten mit dem Gedanken erstellt, dass jeder auf die Informationen zugreifen können sollte. Zwar sind die Seiten seltener geworden, die mit "optimiert für ..." werben, die dahinter stehende Geisteshaltung selber ist allerdings noch immer nicht verschwunden.
Accessibility (Zugänglichkeit) wird meist im Zusammenhang mit Behinderten, insbesondere Blinden diskutiert. Dies ist eine fatale Verkürzung, denn in einer älter werdenden Gesellschaft kommen immer mehr Menschen in die Situation, dass ihre eingeschränkte Sicht oder Motorik sie manche Seiten schwerer bedienen lässt. Die Zugänglichkeit einer Webseite kann man nicht auf Behinderte einschränken. Dies ist ein weiterer Aspekt der zeigt, dass der Mensch mehr in den Mittelpunkt rücken muss. Im Falle der Behinderten müssen allerdings auch die Hersteller von Zugangsgeräten (z.B. Browser und Screenreader) ihre Produkte leistungsfähiger machen.
Mobiles Web
Das Web wird mobil. Das ist kein Werbespruch, es ist die Realität. Mittlerweile gibt es schnelle Datenverbindungen und die dazu passenden Tarife auch für Handys. Und es gibt, das ist das Wichtigste, immer mehr Handys und weitere Endgeräte, die den mobilen Zugriff auf das Internet komfortabel und angenehm gestalten. Das iPhone und das Prada-Handy sind nur der Anfang einer Entwicklung, an deren Ende es für den Nutzer egal sein wird, wie und wo er auf das Web oder seine E-Mails zugreift.
Wenn aber zu der Fülle an möglichen Endgeräten auf normalen Computern nun auch noch Handys und PDAs eine immer stärkere Rolle spielen, wird es immer wichtiger, dass Webseiten auch auf allen unterschiedlichen Endgeräten möglichst gleichartig empfangen werden können. Die meisten Webseiten können dies derzeit nicht bieten. Heutzutage werden meist abgespeckte Sonderversionen an mobile Endgeräte geschickt. Das iPhone kann zwar mit einem "richtigen" Browser aufwarten, der kann allerdings kein JavaScript interpretieren.
Doch wer kann und will es sich schon leisten, eventuellen mobilen Besuchern seiner Seite eine Extrawurst zu braten? Hinzu kommt, dass sich die mobilen Browser auch so stark voneinander unterscheiden, dass man eventuell mehrere Versionen bereithalten muss. Für Entwickler wiederum ergibt sich das Problem, auf möglichst vielen mobilen Browsern zu testen, ohne ebenso viele Geräte anschaffen zu müssen.




