Die Herausforderung annehmen
Wir, die wir an unterschiedlichen Stellen unseren Teil zur Formung des Webs beitragen, sollten die oben skizzierten Herausforderungen annehmen. Wir leben in einer spannenden Zeit. Das neue Medium entwickelt sich weiter, wir können ihm dabei helfen.
Wir sollten dafür unsere Wahrnehmung schärfen, den Blick verbreitern. Derzeit sprechen wir im Zusammenhang mit dem Internet im Wesentlichen von Browsern. Auch Handys haben neuerdings Browser. Doch diese Applikationsform ist nicht zwangsweise die Zugangsart der Zukunft. Es spricht vieles dafür, dass wir demnächst Applikationen sehen werden, die uns Zugang zum Internet erlauben, ohne ein Browser im klassischen Sinne zu sein. Egal welche Applikationen noch auf uns warten, die derzeitige Variationsbreite ist so groß wie nie zuvor. Und trotzdem herrschen noch immer strenge Designparadigmen vor, hat sich die gesamte Industrie noch keine eigene Identität geschaffen. Wir stecken noch immer in einer Analogie zum Printdesign fest.
Geistige Flexibilität ist deshalb eine der größten Herausforderungen für unsere Industrie. Nur so können wir zukunftssichere Webseiten erstellen, die ein Erlebnis für einen möglichst breiten Ausschnitt der Bevölkerung sind. Und nur so können wir die Dynamik unseres Mediums in reale Technik kanalisieren.
Um diese Flexibilität zu erreichen, muss sich die Erkenntnis durchsetzen, dass nur allgemein anerkannte Standards die Basis einer gemeinsamen Weiterentwicklung des Webs bilden können. Denn nur so kann man sich vom Fokus auf ein Endgerät befreien und ein allgemein gültiges Erlebnis für alle schaffen.




