Mittwoch, 23. Mai 2012


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Mai 2008 | Artikel

Geotagging: Geografische Koordinaten für ein Foto

(Link zum Artikel: http://www.entwickler.de/cod//001753)

The End of the Web as we know it

Text: Harry Klein
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Nachdem wir uns bereits im Jahr 2007 mit dem Thema Geotagging beschäftigt haben, nehmen wir den Trend erneut unter die Lupe. Denn auf der diesjährigen CeBit wurden Handies vorgestellt, die zusätzlich zur Positionsbestimmung über integrierte GPS-Empfänger für die Handykamera verfügen. Damit wird Geotagging noch leichter.
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Was ist Geotagging eigentlich? Geotagging, oder auf Deutsch Geokodierung, vereint zwei Worte: "Geo", die Erde, sowie das "Tagging", also die Verschlagwortung von Information. Geotagging, momentan meist in Verbindung mit Fotos verwendet, bedeutet, dem Foto die Position, an der es aufgenommen wurde, zuzuordnen. Bei diesem Vorgang werden Bildern, Filmen aber auch Webseiten oder RSS Feeds geografische Koordinaten hinzugefügt. Die Koordinaten, in der Regel Längengrad, Breitengrad und Meereshöhe, werden in den Metadaten des jeweiligen Objekts abgelegt. Bei Digitalfotos handelt es sich um EXIF-Daten, die im Header des Bilds gespeichert sind.

Vorteile des Geotagging

Durch das Geotagging ist es möglich, spezifische lokale Informationen besser zu finden. In bekannten Suchmaschinen wie Google, Yahoo oder LiveSearch kann z.B. nach lokalen Branchenergebnissen gesucht werden. Geben Sie einfach in einer Google-Suchmaske den Suchbegriff "Autoverleih Berlin" ein. Als Suchergebnis erhalten Sie u.a. einen Kartenausschnitt mit einer Liste und den Positionen der jeweiligen Autoverleiher. Die Daten stammen aktuell noch von den Anbietern oder werden von den Robots der jeweiligen Suchmaschinen ausgelesen. Geotagging-Informationen würden diese Suche deutlich optimieren.

Die Optimierung der Suchmaschinen brächte viele Vorteile mit sich: Reisende könnten bereits bei der Buchung Fotos des Reiseziels betrachten, Architekturinteressierte könnten interessante Objekte in der Umgebung auffinden usw. Geotagging ermöglicht eine viel einfachere Fotosuche nach Aufnahmestandort, statt nach einem Aufnahmezeitpunkt. So lassen sich z.B. die Fotos des letzten Outdoor-Trips in eine Karte einbetten, Reisen und Expeditionen können ganz neu nacherlebt und automatisch sortiert werden.

Weitere interessante Geotagging-Anwendungen:

  • Außendienstmitarbeiter können z.B. über ein Werkzeug wie es rememberthemilk.com anbietet, ihre Aufgaben auf der Weltkarte lokalisieren.
  • Das Freesound-Projekt bietet seinen Benutzern die Möglichkeit, bei Upload von Sounds den Aufnahmeort zu taggen. Auf der Seite freesound.iua.upf.edu/geotagsView.php können die mit Geotags versehenen Sounds angehört werden.

  1. Google Maps
  2. Yahoo Maps
  3. Remember the Milk
  4. Das Freesound-Projekt
  5. GeoURL
  6. Firefox Operator
  7. Firefox Tails Export
  8. GeoRSS
  9. Flickr
  10. Loc.alize.us
  11. Locr
  12. Panoramio
  13. GeoSetter

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Kommentare

Gravatar Ole Seidel 16.12.2009
um 10:30 Uhr
Hi,

schöne Zusammenstellung und toller Artikel!
In 2009 ist neue Software auf den Markt gekommen, die insbesondere für Unternehmen es erleichtert, geographisch getaggte Photos besser zu verwalten.
Würde mich über einen Review freuen.
Ausprobiert werden kann sie hier http://photomapperserver.alta4gis.de/
Einfach mit dem Gast-Account einloggen.

Ole Seidel
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