Photoshop CS4 mit neuer Bedienung und weiteren Verbesserungen
Die neu gestaltete Oberfläche fällt beim ersten Öffnen von Photoshop CS4 besonders auf. Weitere wichtige Verbesserungen: Zwei neue Paletten vereinfachen die Arbeit mit Einstellungsebenen und Ebenenmasken wesentlich. Der Raw-Dialog bietet erstmals die Möglichkeit zu örtlichen Tonwertkorrekturen und Bridge zeigt viele kleinere Optimierungen. Zudem gibt es neue Montagetricks.
Die umgekrempelte Oberfläche zeigt rechts neben den Hauptmenüs erstmals Buttons z.B. für Zoomstufen, Hilfslinien oder das Bildschirmlayout. Ein neues Menü in extra großer Schrift rechts außen bietet verschiedene "Arbeitsbereiche" an, die bisher über das "Fenster"-Menü aufgerufen wurden, wie etwa spezielle Palettenanordnungen und Tastaturbefehlssätze für Print-, Video- oder Webdesignaufgaben.
Die neu gestaltete Oberfläch
In der Mac-Version zeigt Photoshop erstmals einen Programmfensterrahmen, wie er bei Windows schon immer üblich war. Das bringt nicht zuletzt bei Zweischirmsystemen Erleichterungen, lässt sich aber bei Nichtgefallen auch abschalten. Zudem gibt es ausgefeilte Möglichkeiten, zahlreiche Bilder übersichtlich auf dem Monitor anzuordnen.
Die Bilddateien docken nun als Tabs am oberen Programmfensterrand an. Zudem kann man mehrere Bilddateien als Tabs ineinander schachteln und im Programmfenster verschieben. Lädt man neue Dateien, landen sie automatisch im aktuellen Bildblock mit mehreren Tabs. Der Anwender sieht nur ein einziges Dateifenster mit einer Registerkarte für jede Datei.
Das kann verwirren, wenn man frühere Programmversionen gewohnt ist. Dort erscheint schließlich jedes Bildfenster für sich allein. Doch das ist kein Problem: In den Voreinstellungen gibt es jetzt einen neuen Bereich für die Anpassung der Benutzeroberfläche. Hier lässt sich Photoshop CS4 wieder auf das gewohnte Verhalten umstellen – dann sieht man jede Datei in einem eigenen unabhängigen Fenster.
Die Interfacevoreinstellungen bieten außerdem neue Möglichkeiten, das Programmfenster anzupassen: Farben, Trennlinien und Schatten lassen sich separat für den Normalmodus und Vollschirmmodus einrichten. Es gibt auch ein Menü für die Programmsprache, in der Betaversion bietet es nur Englisch an. Offenbar kann man hier erstmals mühelos zwischen mehreren Sprachen wechseln.
Wer eine Grafikkarte mit OpenGL-Technik verwendet, kann zusätzliche Verbesserungen nutzen: Photoshop CS4 zoomt rasend schnell und mit schicker Animation. Zudem lassen sich Bilddateifenster drehen und verzerren – Hilfslinien oder Auswahlen wandeln sich mit. Das hilft bei perspektivisch kniffligen Retuschen.
Beim Zoomen hat sich noch mehr getan: Der neue Befehl "Fill Screen" zoomt ein Bild so groß, dass es das Programmfenster vollständig ausfüllt; dabei verschwinden meist Bildbereiche hinter den Programmfensterrand. In sehr hohen Zoomstufen wie 600 % zeigt Photoshop wahlweise ein Raster an, das die einzelnen Pixel erkennen lässt. Zudem zeigt Photoshop CS4 unter dem Mauszeiger ein Navigatorfenster an.
Nett ist auch die neue Rückstellautomatik für den Werkzeugtasten, beispielsweise bei der Arbeit mit dem Kopierstempel: Halten Sie die Taste "L" für das Lasso gedrückt und legen Sie eine Auswahl an. Sobald Sie das "L" wieder freigeben, springt Photoshop zum ursprünglichen Werkzeug zurück – hier also zum Kopierstempel.
Wer Hilfe braucht, kann seine Photoshop-Oberfläche jetzt online mit bis zu drei Kollegen teilen und sie sogar im eigenen Photoshop arbeiten lassen. Auch eine Tauschbörse für Farben soll es geben.




