Mittwoch, 23. Mai 2012


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November 2008 | Artikel

Gespräch mit George F. Colony: Auf dem Weg zu Business Technology Fortsetzung, Teil 5

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Stattdessen wird man in einem Unternehmen viele Menschen brauchen, um zu verstehen, was der Kunde denkt. Und wie gut ihnen das gelingt, das wird das Unterscheidungsmerkmal sein. Kunden sind ein bisschen wie Fruchtfliegen: Sie entwickeln sich sehr, sehr schnell. Und sie sind immer auf der Suche nach neuen Produkten. A. G. Lafley ist CEO von Procter & Gamble. Als er, ich glaube 2002, Procter & Gamble übernahm, fragte er, wie viele Ingenieure es im Unternehmen gebe. Sie sagte ihm: "Wir haben 3000 Ingenieure". Er sagte: "Wie viele neue Produkte entwickeln sie?" Und Sie gaben ihm die Anzahl und er sagte: "Das wird nichts." Denn er hat eine Milliarde Kunden und er weiß, wie schnell die sich verändern. Was er also tat, war, sich weltweit umzuschauen, mit welchen Unternehmen er zusammenarbeiten kann. Wer hatte Produkte, die er in Procter & Gamble einbringen, verändern und dann zum Kunden bringen kann. Er hat das Prinzip der schnellen Veränderung seiner Kunden erkannt.

Was denken Sie über die Ansicht, dass man dank der Technologie heute immer weniger Reisen muss, um informiert zu sein.

Colony: Das ist in den USA ein sehr wichtiges Thema. Weil viele Leute von der Entwicklung der Energiepreise geschockt sind. Benzin stand bei 4 Dollar die Gallone, das ist die Hälfte des europäischen Preises. Aber der IT geht es dennoch sehr gut in den USA, weil sie zu einem gewissen Grad hilft, Energie zu sparen. Ein gutes Beispiel dafür ist Ciscos TelePresence. Das ist dem tatsächlichen Zusammentreffen sehr ähnlich. In der nächsten Woche habe ich so ein Meeting. Der Mann, mit dem ich dann sprechen werde, nutzt diese Technologie sehr intensiv. Er behauptet, dadurch halb soviel zu reisen und doppelt so viele Menschen zu treffen.

Darüber hinaus ist die Veränderung der sozialen Interaktion durch den Einsatz der Technologie interessant. In der Zukunft wird jeder alles über jeden wissen. Das wird sich nicht vermeiden lassen, gleichgültig, wie streng die Regeln zum Schutz der Privatsphäre auch sind. Kürzlich traf ich auf einer Party eine Freundin, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Ich wollte ihre Adresse herausfinden und googelte sie, was glauben Sie, was ich zuerst fand. Eine Gerichtsakte. Ich fand auch ihre Adresse, aber das erste, das ich fand, war die Gerichtsakte. Die heutigen Jugendlichen verstehen das. Deswegen veröffentlichen sie auch so offen in Social-Networks wie Facebook. Es gibt auch keinen Grund, warum man das nicht tun sollte.

Herr Colony, vielen Dank für dieses Gespräch.

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