Mittwoch, 23. Mai 2012


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Dezember 2008 | Artikel

Crowdsourcing

(Link zum Artikel: http://www.entwickler.de/cod//002068)

Teil 5: Aktuelle und mögliche Anwendungsfelder

Text: Matias Roskos
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Crowdsourcing entwickelt sich aktuell zu einem Hype. Ausgehend von den USA, schwappen immer mehr positive Meinungen herüber und sorgen dafür, dass Crowdsourcing bei Journalisten, auf Konferenzen und in den Managementetagen ein heißes Thema ist.
Aber all die Theorie, die dahinter steckt, kann noch so schön sein, wenn sie sich nicht in der Realität umsetzen lässt. Wo sind die funktionierenden Beispiele? Kann Crowdsourcing auch wirklich wirtschaftlichen Nutzen mit sich bringen? Hier nun eine kleine Aufstellung von möglichen Anwendungsfeldern für Kreativ-Crowdsourcing mit dazugehörigen Beispielprojekten.
Teil 1   Teil 2   Teil 3   

Crowdsourcing als Geschäftsmodell

Ist es möglich, Crowdsourcing komplett als eigenständiges Geschäftsmodell zu nutzen und basierend darauf ein Ecommerce-Portal aufzubauen, das nicht nur graue Theorie enthält, sondern wirtschaftlich erfolgreich arbeitet? Klare Antwort: Ja, das ist möglich.

Den Beweis liefert nun schon seit etlichen Jahren das amerikanische T-Shirt-Projekt Threadless. Bereits im Jahr 2000 gegründet, gehört es heute zu den Vorzeigeunternehmen des amerikanischen New Business. Über 700.000 Mitglieder (Stand: Frühjahr 2008), 80.000 verkaufte Shirts im Monat, etwa 800 eingesandte Designs pro Woche, ein Jahresumsatz von 18 Millionen Dollar im Jahr 2006 und ein Gewinn im gleichen Jahr von sechs Millionen Dollar sprechen eine deutliche Sprache. Threadless ist erfolgreich.

Woher kommt nun dieser Erfolg? Grundlage ist das perfekte Zusammenspiel von Machern, Plattform und den Nutzern, in Kombination mit einem genialen Crowdsourcing-Mechanismus. Aber der Erfolg kommt auch aus der Liebe der Gründer zu ihrem Projekt und der Passion, mit der sie es vorantreiben.

Die Nutzer sind auf Threadless von der ersten Sekunde an involviert in den Entstehungsprozess der dort verkauften Shirts. Das beginnt mit dem Einsenden eigener Designs, setzt sich fort mit dem Voting der eingesandten Ideen und dem parallelen Signalisieren einer Kaufbereitschaft für bestimmte Shirts. Und endet in der Möglichkeit des permanenten Kommentierens und selbstverständlich im Kauf der Produkte. Threadless hat somit einen Vorcasting-Mechanismus entwickelt, der dafür sorgt, dass jedes im Shop angebotene Produkt zu 100 Prozent direkt aus der Community kommt. Gerade auch die Option zu markieren, welches Design man tatsächlich kaufen würde, hilft den Machern enorm bei der Entscheidungsfindung, welches T-Shirt letztendlich entsteht und in den Verkauf gelangt. Pro Woche werden vier Designs produziert, mit einer Auflage von 50.000 Stück.

Auf diese Art und Weise konnte Threadless das Risiko von unverkäuflichen Designs extrem reduzieren. Ladenhüter ist somit ein Fremdwort. Das Geschäftsmodell funktioniert und hat seine Tauglichkeit nun schon über mehrere Jahre bewiesen.

Natürlich gibt es etliche Nachahmer. Am erfolgreichsten ist das aus Frankreich kommende Lafraise, das seit Sommer 2006 zur Spreadshirt-Familie gehört. Und auch das komplett deutsche A-better-tomorrow setzt konsequent auf das Modell Crowdsourcing für Shirtdesigns und baut sich Schritt für Schritt eine Designer-Basis auf, um coole Shirts auf den Markt zu bringen.

Teil 1   Teil 2   Teil 3   

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Kommentare

Gravatar Andre Gruenhoff 27.01.2009
um 13:35 Uhr
Vielen lieben Dank für die Erwähnung. Ehrt uns sehr. Der Link funzt nicht :-) #zitieren
Gravatar COD-Redaktion 27.01.2009
um 17:09 Uhr

Andre Gruenhoff:
Vielen lieben Dank für die Erwähnung. Ehrt uns sehr. Der Link funzt nicht :-)

Hallo Andre,

danke für den Hinweis. Jetzt funktioniert wieder alles.
#zitieren