Mittwoch, 23. Mai 2012


Artikel

Januar 2009 | Artikel

Web 2.0 += .htaccess Fortsetzung, Teil 2

Teil 1   Teil 2   Teil 3   Teil 4   

Wenn Sie auf die Schnelle ausprobieren möchten, ob .htaccess funktioniert und ob der Name auch standardmäßig ".htaccess" lautet, dann starten Sie bitte einen Texteditor und tippen nachfolgende Zeilen ein (kein abschließendes Anführungszeichen!):

# TestDatei
ErrorDocument 404 "Hurra, htaccess funktioniert!

MERKE: Wenn das erste Zeichen einer Zeile ein Doppelkreuz ist "#", wird diese Zeile als Kommentar behandelt und somit ignoriert.

Anschließend speichern Sie die Datei bitte unter dem Namen ".htaccess" ab. Nun starten Sie Ihren FTP-Client und kopieren die Datei in das Wurzelverzeichnis Ihrer Homepage. Eventuell müssen Sie noch die Dateirechte setzen (644 bzw. -rw-r--r--). Beenden Sie das Programm und starten Sie Ihren Webbrowser. Geben Sie jetzt die URL Ihrer Website ein und zusätzlich ein oder mehrere nicht existente Verzeichnisse (z. B. http://www.ihre-domain.de/das/gibts/garnicht/). Dadurch provozieren Sie den HTTP-Fehler 404 (File Not Found).

Wenn alles gut geht, dann sollte Ihr Browser Ihnen jetzt eine fast leere Seite mit der Zeile "Hurra, htaccess funktioniert!" anzeigen.

Leider kann der Webmaster in seiner zentralen Konfiguration detailliert festlegen, welche der vielen Möglichkeiten innerhalb welcher Verzeichnisse zur Verfügung stehen sollen und welche nicht. Manche Anbieter haben den Einsatz von .htaccess-Dateien total abgeschaltet (AllowOverride None), andere erlauben alles (AllowOverride All). Deshalb ist es unter Umständen notwendig, bei Ihrem Provider oder Webmaster nachzufragen, welche Features von .htaccess freigeschaltet wurden und ob der Dateiname auch wirklich .htaccess lautet.

HTTP-Fehlerdokumente

Wenn auf Ihrer Homepage ein HTTP-Fehler auftritt, würde die Serversoftware darauf per Voreinstellung eine einfache Fehlermeldung ausgeben:

Oder sie kann mittels der ErrorDocument Direktive in .htaccess folgenderweise reagieren:

  1. Ausgabe einer selbst definierten Fehlermeldung (z. B. Fehler 404)
  2. Umleitung zu einer lokalen URL (z. B. /admin/errors/404.htm)
  3. Umleitung zu einer externen URL (z. B. http://www.domain.de/404.htm)
Beispieleinträge in .htaccess:

# Fehlerseiten-Kontrolldirektive

# SYNTAX: ErrorDocument integer (string | local-URL | remote-URL)

# 400 - Anfrage war unvollständig
ErrorDocument 400 "Hier fehlt doch was!

# 401 - Keine Autorisation
ErrorDocument 401 /401.shtml

# 403 - Zugriff verweigert
ErrorDocument 403 /admin/403.php

# 404 - Dokument existiert nicht
ErrorDocument 404 /cgi-bin/error.pl?404

# 500 - Interner Serverfehler
ErrorDocument 500 http://www.ihre-domain.de/admin/500.html


Hinter dem Schlüsselwort "ErrorDocument" wird der Statuscode notiert, und dahinter eine Zeichenkette oder ein relativer Pfad bzw. ein Hyperverweis. Dazwischen notieren Sie bitte jeweils ein Leerzeichen.

Die Ausgabe einer selbst definierten Fehlermeldung (siehe # 400) beschränkt sich auf reinen Text und eignet sich eigentlich nur zur schnellen Funktionsprüfung, wie in der Einleitung beschrieben.

Beachten Sie bitte, dass die Zeichenkette nach der Fehlernummer zwar mit Anführungszeichen anfängt, aber ohne ein zweites abgeschlossen wird. Apache fügt nämlich manchmal zusätzliche Information an diese Zeichenkette an.

Bei der Umleitung zu einer lokalen URL auf der eigenen Domain (siehe # 401, 403, 404), können Sie mit absoluten Pfadnamen arbeiten, wobei das Wurzelverzeichnis der Website Ihr Ausgangspunkt ist. Beachten Sie bitte, dass bei "ErrorDocument 401" auf keinen Fall eine externe URL angegeben werden darf.

  1. Weiterführende Dokumentation

Teil 1   Teil 2   Teil 3   Teil 4   

Kommentare