Fünfter Halt: Amsterdam

Der fünfte Halt wird von der Blender Foundation (http://www.blender.org) mit Sitz in Amsterdam geprägt. Amsterdam ist die Hauptstadt der Niederlande und hat knapp 750.000 Einwohner. Die Stadt liegt in der Provinz Noord-Holland und ist durch den Noordzeekanaal mit der Nordsee verbunden.
Eine wichtige Einnahmequelle für Amsterdam ist der Tourismus. Jährlich besuchen Millionen Urlauber aus aller Welt die Stadt. Anziehungspunkte stellen vor allem die vielen Grachten, Coffeeshops, Museen und der Rotlichtbezirk Walletjes dar. Aber auch industriell hat Amsterdam einiges zu bieten: Neben einigen Großbanken sind hier nämlich auch große IT-Unternehmen ansässig. Unter anderem hat der Elektronikkonzern Philips seinen Hauptsitz und Cisco Systems einen Standort in Amsterdam.
Die 3D-Animations Software Blender war ursprünglich ein firmeninternes Programm des niederländischen Animationsstudios NeoGeo. Ursprünglich sollte Blender von Ton Roosendaal über die eigene Firma NaN Technologies weiterentwickelt und vertrieben werden. Nach der Pleite von NaN allerdings wurde Blender unter die GPL gestellt. Die Blender Foundation wurde am 18. Juli 2002 von Roosendaal ins Leben gerufen, um Spenden für das Blender-Projekt zu sammeln. Seitdem wächst Blender kontinuierlich und erfreut sich großer Beliebtheit. Durch die offenen Animationsfilme Elephants Dream (2006) und Big Buck Bunny (2008) konnte die Popularität enorm gesteigert werden.
Microsoft Silverlight Streaming (http://silverlight.live.com) ist ein Dienst von Windows Live, der die einfache Bereitstellung so genannter reichhaltiger Inhalte wie beispielsweise Audio- und Videostreams ermöglicht. Neben beliebigen Silverlight-Inhalten und -Applikationen können Videoinhalte in hoher Qualität über das Microsoft Content Delivery Network (CDN) verbreitet werden.
Für die Ablage sämtlicher Daten stehen während der Beta-Phase insgesamt zehn Gigabyte zur Verfügung. Eine kostenlose Windows-Live-ID ist Voraussetzung für die Nutzung des Dienstes. Nach der Anmeldung bekommt der Entwickler eine Account-ID sowie einen Account-Key zugewiesen.
Der Streaming-Traffic ist auf fünf TB pro Monat begrenzt. Videos können in DVD-Qualität gestreamt werden. DRM wird derzeit leider noch nicht unterstützt, ist aber vorgesehen. Der Dienst ist aktuell kostenlos, und als besondere Zugabe verzichtet Microsoft auf störende Werbeeinblendungen jeglicher Art. Dank dem CDN wird eine gute und schnelle weltweite Erreichbarkeit der Inhalte garantiert.
Ein konkreter Termin für die endgültige Version liegt noch nicht vor. Später soll es dann verschiedene Modelle geben. Entwicklern und Designern wird nach wie vor die Möglichkeit gegeben, den Dienst weiterhin kostenlos und werbefrei zu nutzen. Reicht das nicht aus, wird ein unlimitiertes Paket angeboten, das entweder werbefinanziert wird, oder aber gegen eine geringe Gebühr auch werbefrei genutzt werden kann.
MediaPlayer designen
Der MediaPlayer selbst wird in Expression Blend entwickelt. Dazu wird, wie bereits bekannt, ein neues Projekt angelegt. Im Mittelpunkt der Anwendung steht das MediaElement-Objekt (http://msdn.microsoft.com/en-us/library/system.windows.controls.mediaelement(VS.95).aspx). Es gibt, eingebettet in eine Silverlight-Applikation, Audio- und Videodaten in einem entsprechenden Windows-Media-Video-kompatiblen Format wieder (vergleichbar mit dem Flash Mediaplayer). Per JavaScript kann die Wiedergabe gesteuert sowie die Lautstärke eingestellt werden.
Die einzelnen Bedienelemente für den Player wurden mit dem Expression Designer gestaltet (vgl. Abb. 2). Der Quellcode der einzelnen Elemente kann am Schluss des Artikels auch heruntergeladen werden.
Um die Benutzerfreundlichkeit des Players ein wenig zu steigern, werden diverse Animationsabläufe erstellt. Die komplette Bedienung des Players soll beispielsweise erst dann angezeigt werden, wenn die Maus über dem Player positioniert wird. Auch soll direkt visualisiert werden, wenn sich die Maus über einem Bedienelement befindet.









