Nach dem Kodierungs- und Veröffentlichungsprozess findet sich das Video im eigenen Account des Silverlight-Streaming-Dienstes wieder. Dort wird auch der URL angezeigt, unter dem das Video inklusive der gewählten Vorlage erreichbar ist und eingebunden werden kann (vgl. Abb. 7).
Silverlight Streaming – Die Möglichkeiten
Wie bereits erwähnt und gezeigt, kann die komplette Applikation in den Silverlight-Streaming-Dienst ausgegliedert werden. Dieser Vorgang kann natürlich auch komplett manuell, ohne Plug-in und mit eigener Applikation, durchgeführt werden. Dazu muss die Applikation in ein Paket komprimiert werden, wofür eine typische Manifestdatei benötigt wird. Die Manifestdatei beschreibt den Inhalt des Pakets und muss als manifest.xml abgespeichert werden (Ausführliche Informationen hierzu liefert auch die MSDN: http://msdn.microsoft.com/en-us/library/bb851612.aspx).
Manifestdateien beinhalten Informationen über das XAML, die Größe der Applikation und die Reihenfolge, in der die benötigten JavaScript-Dateien geladen werden. Listing 3 enthält die erforderliche manifest.xml-Datei für das Projekt.
<SilverlightApp><source>Page.xaml</source><version>1.0</version><width>640</width><height>360</height><jsOrder><js>Page.xaml.js</js><js>Default.html.js</js><js>Player.js</js></jsOrder></SilverlightApp>
Sämtliche Anwendungsdaten werden zusammen mit der Manifestdatei in einem Zip-Archiv verpackt. Projekt- und HTML-Dateien werden dabei nicht mehr benötigt bzw. dürfen nicht im Streaming-Paket landen. In diesem Fall gehören die XAML-, JavaScript- und Mediendateien (Grafiken, Audio, Musik), sowie die Manifestdatei manifest.xml in das Archiv. Der Name des Archivs spielt dabei keine Rolle. Abbildung 8 stellt den Inhalt des Streaming-Pakets dar.
Das erstellte Paket kann jetzt auf dem Streaming-Server installiert werden. Über den Menüpunkt "Manage Applications" wird das Paket eingespielt. Dazu muss ein Applikationsname zugewiesen werden, der frei gewählt werden kann und lediglich Buchstaben und Zahlen enthalten darf. Nach dem Hochladen des Pakets und der erfolgreichen Installation der Applikation wird eine Informationsseite angezeigt. Hierüber kann zum einen die Applikation unmittelbar getestet werden, und sofern die Applikation in eine eigene Seite eingebunden werden soll, werden zum anderen diesbezüglich wichtige Informationen angezeigt.
Sollen lediglich Videos ausgegliedert werden, so ist das auch möglich. Unter dem Menüpunkt "Manage Videos" lassen sich diese verwalten. Auch die Adresse, unter der das Video erreichbar ist und sich innerhalb einer Silverlight-Applikation verwenden lässt, wird dort angezeigt.
Fazit und Ausblick
Mit Silverlight ist es im Zusammenspiel mit Expression Blend 2 nicht nur möglich, innerhalb relativ kurzer Zeit ansprechende, multimediale Applikationen zu entwickeln. Dank dem Silverlight Streaming Service können diese Anwendungen zudem inklusive der dazugehörigen Medien im großen Stil auf extrem leistungsfähigen Data-Centern ausgelagert werden. Das verspricht eine enorm hohe und vor allem performante Verfügbarkeit des ausgelagerten Materials. Der eigene Server wird dadurch deutlich entlastet, da er lediglich die HTML-Seite beherbergen muss. Die eigentliche Arbeitslast trägt der Streaming Server, der, aktuell noch in der Betaphase, vollkommen unentgeltlich genutzt werden kann.
Das Thema Silverlight 2.0 wird uns auch weiterhin beschäftigen: Der nächste Teil unserer Serie wird eine Einführung in das Microsoft-Tool bieten.
Nach getaner Arbeit …
… und den anhaltenden, winterlichen Temperaturen draußen ist das Verlangen nach etwas Warmen, auch am Arbeitsplatz, durchaus vorhanden. Wie wäre es mit einem wärmenden Fruchtpunsch?
Zutaten (2 Personen):
¼ Liter Wasser
2 Beutel Früchtetee
2 Nelken
2 Zimtstange
1 Apfel
1 Orange
125 ml Kirschsaft
125 ml Apfelsaft
2 EL Zucker
Kandiszucker
Zucker, Nelken, Zimtstangen und Wasser in einen Topf geben und aufkochen. Teebeutel einhängen und alles bei niedriger Temperatur ziehen lassen. Apfel waschen, Kerngehäuse entfernen und in kleine Stücke schneiden. Orange pellen und in kleine Stücke schneiden. Apfel- und Orangenstücke zusammen mit dem Saft in den Topf geben und alles zusammen noch einmal erwärmen.
Vor dem Servieren in einem Glas die Gewürze, den Teebeutel und Früchte wieder entfernen. Der Punsch kann nach Bedarf mit (Kandis) Zucker gesüßt werden.
Serviertipp: Gläser mit dem oberen Rand kurz in kaltes Wasser halten, dann in Zucker. So entsteht ein dekorativer Zuckerrand. Eine Orangenscheibe kann zusätzlich als Garnitur verwendet werden.
Materialien
André Wussow ist Fachautor und Trainer mit Schwerpunkt auf Webtechnologien und mobile Lösungen. Sein aktuelles Buch über sichere Webanwendungen (entwickler.press) erhalten Sie im Handel.




