CREATEOR DIE: Twittern Sie selbst, wenn ja, warum, wenn nein, warum nicht?
Michael Konitzer, Principal Consultant Ray Sono: Ich nutze Twitter vor allem als Realtime-Recherche-Tool. Nirgendwo anders bekommt man so aktuelle Hinweise und Informationen zu aktuellen Themen und Zeitgeist/Trends wie hier. Privat twittere ich nicht.
Christian Wilfer, Social Media Experte bei DSG Hamburg: Ja, ich twittere. Weil ich ein Kommunikationsfreak bin und weil ich die Lebendigkeit und die Geschwindigkeit von Twitter beeindruckend finde.
Dr. Stefan Ludwigs, Studiengangsleiter Mediendesign, Rheinische Fachhochschule Köln: Ich twittere nicht, weil ich diese Form der permanenten Direktkommunikation nicht mag. Mir ist der selbstgewählte und selbstorganisierte Wechsel von Kommunikation und Ruhe wichtig. Ich freue mich zwar über gute Tipps und interessante Hinweise von klugen Menschen, doch mir will nicht einleuchten, warum das quasi synchron stattfinden muss.
Autonomie in der Tagesgestaltung und in der Recherche nach Dingen, die ich wirklich suche, ist für mich kulturbildend. Die Aufhebung von Begrenztheit und von Rhythmus macht auf Dauer krank.
Axel Amthor, Geschäftsführer Contentmetrics: Ja, ich twittere aus beruflichem Interesse. Ich halte Kontakt zu Personen aus der Branche rund um den Globus, ich profitiere vom schnellen Neuigkeitenaustausch und ich promote meine Blogbeiträge. Es ist frappierend, mit welcher Geschwindigkeit sich Branchen-Insider-News weiterverbreiten lassen, bzw. man von diesen erfährt. Wesentlich schneller als PR, News oder andere Medien.
Andreas Schwend, Managing Partner DMC: Ja ich twittere zuweilen und zwar auf verschiedenen Ebenen. Privat, um mein soziales Netz ein wenig besser mit Informationen zu bedienen. Ganz ehrlich, wenn man demnächst geschieden ist, dann kann Microblogging à la Facebook (das zähle ich dazu) oder Twitter ohne Zweifel die Kommunikation erleichtern.
Beruflich nutzen wir Twitter als interne Infoplattform integriert in einen Blog. Das Management stellt Informationen ein, die Partner und Mitarbeiter zeitnah einsehen können. Ein gutes Instrument um "Nähe" zu erzeugen.
Matias Roskos, Experte für Crowdsourcing und Social Networks: Nein, nicht wirklich.
Jan Groenefeld, Interface-Designer, Ergosign GmbH: Ich teile die Faszination für Twitter – bislang jedoch eher aus fachlicher Sicht. Während ich der "Was tue ich gerade"-Grundidee skeptisch gegenüber stehe, sehe ich die aktuelle Entwicklung als sehr positiv. Kürzlich konnte man einen sprunghaften Anstieg von so genannten Re-Tweets beobachten, in denen Twitter-Nutzer untereinander Dialoge eingingen. Dies erlaubt einen authentischen Echtzeit-Meinungsaustausch mit aller Welt zu jedem vorstellbaren Thema. Ob es sich hierbei um einen anhaltenden Trend handelt, bleibt aber abzuwarten. Darüber hinaus ist die Hemmschwelle der Kontaktaufnahme bei Twitter durch das unverbindliche "Follow" extrem reduziert.
Also twittere ich mit, allerdings bislang noch unter einem Pseudonym. Schon in klassischen sozialen Netzwerken ist es fast unmöglich, die Kontrolle über die eigenen Daten zu behalten. Twitter ist in diesem Punkt noch wesentlich mächtiger und auch unkontrollierter. Bevor ich mich auf den
unvermeidlichen "Seelenstriptease" einlasse, möchte ich weitere Erfahrungen mit diesem Medium sammeln.
Aktuell nutze ich Twitter vorwiegend als Werkzeug für Recherche und Marketing und auch als Nachrichtenquelle. Für besonders interessant halte ich die Suche sowie die Trend-Funktion, die einige Twitter-Applikationen anbieten.
Jochen Krisch, Blogger: Ja, weil es eine der schnellsten und unkompliziertesten Möglichkeiten ist, Interessierte auf spannende Infos hinzuweisen.
Stephan Sigloch, Geschäftsführer Netformic GmbH: Seit zwei Monaten. Einerseits, um das Medium kennen zu lernen, andererseits sind Twitterer bisher auch überdurchschnittlich technikaffin, sodass wir dort auch im Bereich Recruiting Möglichkeiten nutzen, uns als interessanter Arbeitgeber ins Gespräch zu bringen. Gerade auch im lokalen und regionalen Bereich kommt man über Twitter sehr gut mit der hiesigen Web-Szene in Kontakt und kann die eigene Marke entsprechend positionieren. Die Effekte sind bisher eher indirekter Natur.
Mathias Kannengiesser, Flasher: Nein ich Twitter (noch) nicht. Ob ich mich dazu noch hinreißen lasse ist fraglich, mir fehlen einfach die Zeit und die Lust. Um es auf den Punkt zu bringen, Twittern kann wohl recht amüsant sein, aber meine knappe Freizeit ist einfach zu kostbar.
Rene Marius Köhler, Vorstand Internetstores AG: Ich bin leider kein Twitter-User bisher.
Tanja Koschade, Geschäftsführerin Koschade PR: Ich halte wenig von Twitter und arbeite gar nicht damit, glaube auch nicht, dass sich dieser Hype fortsetzt.
Stefan Fischerländer, Geschäftsführer Certo GmbH: Ich twittere seit 2007. Anfangs war ich einfach neugierig, wenn auch ein wenig skeptisch, was das denn sein soll. Seit einigen Monaten aber sind fast alle meine Kollegen mit dabei und so ist Twitter für mich inzwischen die alltägliche Online-Variante von Networking-Veranstaltungen.
Ralf Haberich, Head of Marketing Europe Nedstat: Ich habe gerade eine Nachricht gezwitschert. Seit einigen Monaten bin ich ein relativ aktives Twitter-Mitglied und freue mich über schnellen Austausch sowie internationale Kontakte.




