Mittwoch, 23. Mai 2012


Artikel

April 2009 | Artikel

Branchennews auf Ecstasy! Fortsetzung, Teil 3

Teil 1   Teil 2   Teil 3   

CREATEOR DIE: Redet in zwei Jahren noch irgendjemand vom Microblogging?

Konitzer: Der Begriff Microblogging wird sich sehr schnell überleben. Microblogging wird es aber künftig immer geben, unter dem einen oder anderen Begriff.

Haberich: Ich bin sicher, dass sich diese Form etabliert, aber in zwei Jahren als selbstverständlich angesehen wird. Daher wird man in naher Zukunft wieder über andere neue digitale Möglichkeiten sprechen.

Schwend: Glaube ich nicht, weil es dann einfach jeder auf die eine oder andere Art macht.

Amthor: "Vom" nicht, aber vielleicht "über" – es wird sich entweder stabil durchsetzen und commodity werden oder komplett verschwinden.

Roskos: Ja. Die Nachzügler. Aber Kommunikation wird in Social Networks immer wichtiger. Und damit auch Microblogging, Newsfeed oder wie immer man es dann nennen wird. Schnelle kurze Nachrichten für meine "Freunde". Von daher wiederum: ja – es bleibt Thema. Als integraler Bestandteil der Webkommunikation. Aber nicht so losgelöst wie es aktuell noch ist.

Grönefeld: Ich denke, es ist nicht entscheidend, wie wir es nennen werden. Microblogging und Twitter könnten den Grundstein für eine neue Art der internetbasierten Kommunikation gelegt haben – dialogbasiert, authentisch, (fast) barrierefrei und allgegenwärtig. Twitter steckt in einer dynamischen Entwicklung.
Interessant in dieser Entwicklung wird jedoch zu beobachten sein, ob die breite Masse sich bereiterklärt, dem Grundgedanken der öffentlichen Tweets zu folgen. Wir erinnern uns an die Diskussion um das Recht an eigenen Inhalten und erweiterten Einstellungen der Privatsphäre in den Benutzerprofilen "klassischer" sozialer Netzwerke. Twittern erfordert an dieser Stelle ein Umdenken.

Sigloch: Vielleicht wird weniger drüber geredet, es aber mehr getan. Microblogging wird nicht so ohne Weiteres verschwinden. Dazu ist das Kommunikationsbedürfnis der Menschen viel zu groß. Ein Phänomen bei Twitter ist ja, dass die meisten es eher unsinnig finden, bevor sie es nutzen und nach einer Weile der intensiveren Nutzung dann vom Gegenteil fest überzeugt sind.

Krisch: Nicht vom "Microblogging", aber von Twitter.

Kannengiesser: Ich möchte nicht vermessen sein und behaupten, ich wüsste, was in zwei Jahren von Twitter und Microblogging übrig ist, aber ich befürchte, es wird wohl eher als Trend in die Annalen der Webhistorie eingehen.

Wilfer: Ich weiß nicht, ob sich dieser Begriff im Mainstream durchsetzen wird, aber warum sollten sich direkte Interaktionen zwischen Menschen nicht weiter etablieren? In den 90ern gab es die Chaträume, heute twittern wir... wer weiß, was uns das Netz morgen bringt?

Ludwigs: Ja sicher, ein weiteres Fragment in unser digitalen Kommunikation. Sinnvoll in einigen Bereichen. Sinnlos in vielen. Wie alles halt.

Fischerländer: Ich glaube, Twitter wird keine Revolution auslösen. Und Twitter wird auch Google nicht als Top-Suchmaschine ablösen. Aber Microblogging wird sich etablieren, so wie Blogs heute etabliert sind – auch wenn bei Weitem nicht alle hochtrabenden Erwartungen erfüllt werden.

Teil 1   Teil 2   Teil 3   

Kommentare

Gravatar Dirk Ploss 27.04.2009
um 18:04 Uhr
Hm... lieber Frank.

Bei "Kaum ein Dienst polarisiert die Netzgemeinde derzeit so stark wie Twitter" muss ich doch mal lautstarken Protest einlegen. Polarisiert hat Twitter vor zwei Jahren, aber heute? Heute kann von "Polarisieren" doch echt keine Rede mehr sein. In diesem Sinne: http://whendidyoujointwitter.com/ (PS: Bei mir sind's 775 Tage)

LG Dirk Ploss (twitter.com/derploss)
#zitieren
Gravatar Peter Meine 27.04.2009
um 18:43 Uhr
Ich kann dem nicht ganz zustimmen. Unter Bloggern ist Twitter inzwischen vielleicht angekommen, aber das auch erst seit kurzem. Lange war es ziemlich still um den Dienst. #zitieren
Gravatar Nick Weschkalnies 04.05.2009
um 00:21 Uhr
Interessanter Beitrag. Ich persönlich stehe dem auch eher skeptisch gegenüber. Es gab schon einige 'Dienste' die kamen und und wieder gingen - der Hype um Twitter mag größeren Ausmaßes sein, dennoch meine Prognose: Twitter wird dazu gehören. #zitieren
Gravatar Frank P. 14.05.2009
um 17:11 Uhr
Dirk, mein lieber Fachbeiratsgenosse, wenn ich nicht Deinen feinen Sinn für Ironie kennen würde, würde ich fast denken, du meinst das ernst. Aber Dir geht es doch nur darum, hier die Diskussion ein Bißchen anzufeuern.

Schönes Editorial von Franz Neumeier im heutigen InternetMagazin: Keine Ahnung, warum man mitmachen soll oder nicht, aber man muß eben, damit keiner einem die Marke klaut. Und wenns auf Dauer nix bringt kann man seinen Enkeln immerhin später erzählen, daß man damals dabei war und mal was ganz verrücktes ausprobiert hat.
#zitieren