Mittwoch, 23. Mai 2012


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Juni 2009 | Artikel

Frühling 2009 bei der Eclipse Foundation

(Link zum Artikel: http://www.entwickler.de/jaxenter//002369)

Neues aus der Foundation

Text: Ralph Müller
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"Eclipse auf dem absteigenden Ast? Diskussion um den Change bei Eclipse" – so lautete kurz vor der JAX eine Titelzeile auf JAXenter.de. Auslöser für den Bericht war offensichtlich eine Serie von Blogbeiträgen, die auf Veränderungen in der Eclipse-Szene hinwiesen und auch manche Vorschläge unterbreiteten, wie man die verschiedenen Interessengruppen im Eclipse Ecosystem besser bedienen könne. Diese Beiträge verdienen Beachtung, und wir wollen das rege Feedback aus der Community auswerten, diskutieren und auch die richtigen und nötigen Änderungen einleiten, wenn sie nicht schon unterwegs sind. Allerdings müssen wir dafür sorgen, dass die Interessen aller Beteiligten hinreichend Beachtung finden. Und da haben wir gelernt, dass dieser Balanceakt nicht immer so einfach ist, wie es auf den ersten Blick erscheint.
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Wie viele andere Unternehmen wurden auch wir von der gegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise erfasst. Wir verzeichnen einen Mitgliederverlust, der sich sowohl auf die Zahl der strategischen, als auch auf die Zahl der Mitglieder in den anderen Tiers auswirkt. Dieser Verlust fällt in Nordamerika stärker aus als in Europa. Hier konnten wir sogar in den Monaten Januar bis März einige neue Mitglieder gewinnen. Und es sieht so aus, als kehre sich der Trend auch in Nordamerika wieder langsam um. Sicher ist jedenfalls, dass sich die Zusammensetzung unserer Mitgliedschaft ändert. Wurde diese in den Anfangsjahren von großen Softwareunternehmen dominiert, so sehen wir nun Wachstum gerade bei den Spezialisten: kleine und mittelständische Unternehmen, die sich hinreichend gut spezialisiert haben, um schnell und effizient Lösungen zur Verfügung zu stellen, sei es im RCP-, Runtime- oder Modeling-Umfeld.

Wahrscheinlich erscheint mittlerweile, dass unser neues Industry-Working-Group-(IWG-)Konzept erfolgreich sein wird. Mit Research in Motion (RIM) konnten wir den ersten Upgrade eines Solution Members zum Enterprise Member verzeichnen. Und der Grund für RIM war ganz klar: Die Kanadier möchten in der Pulsar IWG eine führende Rolle spielen! Die Gründung weiterer IWGs steht meiner Meinung nach ante portas.

Industry Working Groups
Was ist nun also eine Industry Working Group? Die ersten Diskussionen hierzu wurden im Umfeld der Eclipse-Health-Care-Initiative geführt. Wir mussten verstehen, dass Projekte und Top-Level-Projekte zwar geeignet sind, um technische Inhalte abzugrenzen. Nicht hinreichend sind sie jedoch für die Aufgabe, einen Raum für die Kollaboration einer Interessengruppe zu schaffen.

Hier stellten wir fest, dass solche Gruppen zusätzliche Anforderungen haben: Neben einem eigenen Branding (z. B. Pulsar) ist oft auch eine Spezialisierung des Governance-Modells sowie die Erarbeitung einer eigenen Charter nötig. Und es muss auch ein Modell für die Kollaboration in diesen Gruppen geschaffen werden, das die Interessen der Auftraggeber berücksichtigt. Diese Auftraggeber wollen unter Umständen keine eigene Entwicklung leisten, sondern Entwicklung durch entsprechendes Funding anregen.

Seit diesen frühen Diskussionen haben wir das Modell weiter verfeinert. Mit der Pulsar Working Group, bei der Hersteller aus dem Bereich der mobilen Kommunikation kollaborativ die Basis für ein Mobile Application Toolkit erstellen, werden wir weitere Erfahrungen sammeln können.

Veranstaltungen
Mit der EclipseCon im März und JAX / EFE (Eclipse Forum Europe) konnten – trotz anhaltender ökonomischer Krise – zwei wichtige Konferenzen erfolgreich durchgeführt werden. Während wir bei der EclipseCon einen Rückgang an Teilnehmern zu verzeichnen hatten, lagen die Besucherzahlen bei JAX/EFE nach Aussagen der Veranstalter annähernd auf dem Niveau des letzten Jahres. Beide Konferenzen konnten indes durch ein reichhaltiges Programm, interessierte Teilnehmer und gut besetzte Show Floors überzeugen. Bei der JAX/EFE gefiel mir besonders der neue Veranstaltungsort Mainz. Nicht so gut gefiel mir der schwächliche Besuch beim Eröffnungspanel zur EFE, bei dem Sebastian Meyen Jochen Krause und mich "grillte". Hier hätte ich mir mehr Beteiligung und auch eine regere (und durchaus auch kontroversere) Diskussion gewünscht. Mit der EclipsIST wurde dann in Istanbul der Reigen der europäischen Eclipse-Day-Serie eröffnet. Auch hier fanden wir dasselbe Bild: Ein leichter Rückgang der Besucherzahlen, aber trotz der äußeren Umstände ein informiertes Fachpublikum, das ein interessantes Programm genießen durfte.

Aus der Foundation
Ende April hat Bjorn Freeman-Benson die Eclipse Foundation verlassen. Bjorn hat sich seit 2005 in der Foundation im Umfeld "Committer – Projekte – Entwicklungsprozess" verdient gemacht und auch in vielen anderen Bereichen das Gesicht der Eclipse Foundation mitgestaltet. Den meisten Eclipse-Enthusiasten wird er sicher durch seine hervorragenden Konferenzen EclipseCon und Eclipse Summit bekannt sein. Seine Aufgaben werden in der Zukunft von Wayne Beaton übernommen. Neu in unserem Team ist Allison Kelly. Sie arbeitet seit dem 15. März in unserem Büro in Ottawa. Ihre Aufgabe ist, meinen Kollegen Donald Smith und mich bei der Mitgliederbetreuung zu unterstützen. Mancher Leser durfte sie schon bei der EclipseCon kennenlernen.

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