Mittwoch, 23. Mai 2012


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Juli 2009 | Artikel

Fortsetzung, Teil 2

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JAXenter: Wie wird ECF nach Galileo weiterentwickelt? Wo wird das Projekt in einem Jahr stehen?

M.A. Kuppe: Ein genauer Plan für das kommende Jahr existiert bisher nicht. Aktuell führen wir eine Diskussion, ob wir, wie auch in den beiden vergangenen Jahren, wieder auf ein Major-Release (ECF 4.0) abzielen. Ein Major-Release erlaubt es uns, inkompatible API-Änderungen vorzunehmen.

Natürlich versuchen wir, diese Änderungen so gering wie möglich zu halten. Manche Bereiche von ECF sind allerdings schnelllebiger als andere. Ein gutes Beispiel ist RFC-119. Die Spezifikation der OSGi-Alliance ist nicht rechtzeitig für Galileo fertig geworden, sodass unsere Galileo-Version auf der letzten Draft-Version beruht. Neben API-Änderungen zeichnen sich aber bereits auch Neuerungen ab. Google Wave kombiniert aus unserer Perspektive verschiedene Teile von ECF.

Daher wurden bereits erste Vorarbeiten begonnen, um frühzeitig einen Wave-Client anbieten zu können. Ein weiterer Fundus sind drei "Google Summer of Code"-Projekte, die seit Mitte Mai laufen. Außerdem wollen wir endlich mit einem Schwachpunkt von ECF aufräumen und mit unserem ersten Buch die Dokumentation auf Vordermann bringen.

JAXenter: Welche neuen Trends sehen Sie generell im Eclipse-Ökosystem und wohin führen diese uns in Eclipse 4.0 (e4)?

M.A. Kuppe: Wir stehen momentan an einem Punkt, an dem die Eclipse Foundation den Entwicklungsprozess agiler gestalten will und muss. Das ist insbesondere dem kleiner werdenden Engagement der ganz großen Foundation-Mitglieder und den an ihre Stelle tretenden mittleren bis kleinen Mitgliedern geschuldet. Der Prozess muss schnell und flexibel auf sich permanent wechselnde Anforderungen seiner Mitglieder reagieren können. Darüber hinaus muss sich der Prozess öffnen, damit Community-Beiträge leichter möglich werden.

Ich erwarte, dass die New and Noteworthy von Eclipse 4.0 (e4) eine viel längere Liste von Autoren haben wird, als es in früheren Releases der Fall war, womit der Einfluss der Community auf die Weiterentwicklung steigen wird.

Markus Alexander Kuppe ist Master-Student an der Universität Hamburg im Bereich Complex Distributed Systems. Vor seinem Studium arbeitete er als Softwareingenieur bei Versant Corp. mit Schwerpunkt auf OSGi-Technologien in objektorientierten Datenbanken. Er ist Committer der Eclipse-Projekte SoC, Orbit und Eclipse Communication Framework sowie bei der Java SLP Implementierung jSLP.
  1. http://www.eclipse.org/ecf/

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