Die Hauptaufgabe bei der Arbeit mit einem Build-Management-Tool ist die Erstellung des Buildskriptes. Bei den beiden Werkzeugen Apache ANT und Apache Maven sind dies XML-Dateien mit einem spezifischen Schema. Bei dem hier betrachteten ProtoJ (aktuelle Version: 1.9.2) besteht die Aufgabe für den Entwickler im Erstellen einer Javaklasse. Dieses Konzept erinnert stark an das Build-Management-Tool Gradle [4]. Hier wird der Build mittels Groovy [5] erstellt.
Erste Schritte mit ProtoJ
Vor der Verwendung von ProtoJ steht zunächst die Installation auf der Tagesordnung. ProtoJ besteht lediglich aus einer Jar-Datei, die über den Downloadbereich [6] heruntergeladen werden kann. Für die von ProtoJ unterstützten Versionen JDK 5 [7] und JDK 6 [8] steht jeweils eine separate Datei zur Verfügung. Für diesen Artikel wurde die JDK-5-Version verwendet.Um nun direkt in ProtoJ einzusteigen, bietet es sich an, mit einem der sechs in ProtoJ integrierten Beispielprojekte zu starten. Die Namen der Beispielprojekte sind: acme, ajc, alien, basic, helloworld und serverdemo. Über den Aufruf java –jar protoj-exe-jdk5-1.9.2.jar –sample <projektname> wird ein Beispielprojekt im aktuellen Verzeichnis erzeugt. Für die Erzeugung des Beispiels helloworld ergibt sich folgender Aufruf: java –jar protoj-exe-jdk5-1.9.2.jar –sample helloworld. Im generierten Ordner helloworld befindet sich das Projekt. Die Verzeichnisstruktur ist in nachfolgender Abbildung dargestellt.
Das Ausführen spezifischer Kommandos erfolgt über ein Skript. Für das erzeugte Beispielprojekt heißt dieses Skript helloworld.bat (bzw. helloworld.sh) und liegt im Verzeichnis bin des Projektes. Ohne Angabe eines Parameters wird das Projekt kompiliert. ProtoJ erzeugt beim Ablauf eine Logdatei (Dateiname: protoj.log), die im Verzeichnis log des jeweiligen Projektes abgelegt wird. Über den Parameter help (vollständiges Kommando: helloworld.bat help) werden die verfügbaren Buildparameter ausgegeben.




