Mittwoch, 23. Mai 2012


Artikel

September 2009 | Artikel

JVM Language Summit 2009 Fortsetzung, Teil 2

Teil 1   Teil 2   

Am zweiten Tag präsentierte Ola Bini die von ihm entwickelte Sprache Ioke, und zwar ebenfalls als "Sprachexperiment". Der Fokus liege bei Ioke auf der Ausdrucksstärke, wobei Performanz-Fragen eine untergeordnete Rolle spielten. Das Kernprinzip der Sprache sei ihre hohe Wandlungsfähigkeit, womit Ioke genau das Gegenteil von Sprachen wie Scala oder Clojure darstellt, für die eine gewisse Statik und Unveränderlichkeit typisch sind. Ola erklärte auch, warum er Ioke eine "faltbare Sprache" ("folding language") nennt: Man kann den Ioke-Quellcode wie ein Blatt Papier immer weiter "zusammenfalten", solange, bis nur noch die wesentlichen Elemente sichtbar und die unwichtigen Details verborgen sind.

Neben dem Thema "Programmiersprachen" bot der Summit in diesem Jahr auch viele Vorträge aus anderen Bereichen. Die Konferenz-Agenda kann hier [4] eingesehen werden. In Kürze sollen alle Präsentationen auch auf dem Wiki von Sun verfügbar sein - sobald Sun einige Probleme mit ihrem Wiki behoben hat. Einige kurze Videos gibt es indes schon auf YouTube [5] zu sehen und auch InfoQ.com wird die Videos eventuell auf ihrer Website veröffentlichen.

Wer sich für Groovy interessiert, dem sei außerdem die Grails Podcast Episode 95 [6] ans Herz gelegt, die der Autor und Andres Almiray zusammen mit Jochen Theodorou, dem Project Tech Lead von Groovy erstellt hat. Außerdem sei ein Blick auf das Live-Blogging-Manuskript empfohlen. Sowohl Interview als auch Blog finden sich auf grailspodcast.com.

Sven Haiges ist professioneller Java-Entwickler bei Yahoo Inc. und lebt derzeit in der Bay Area (Sunnyvale, CA). Seit 2006 veröffentlicht er aktiv Podcasts über Groovy, Grails und Griffon und interessiert sich allgemein für neue Programmiersprachen.
  1. JVM Language Summit
  2. Noop
  3. Ioke
  4. JVM Language Summit Agenda
  5. Summit-Videos on Youtube
  6. Grails Podcast Episode 95: Interview with Jochen Theodorou, Groovy Project Tech Lead

Teil 1   Teil 2   

Kommentare

Gravatar Trepper 29.09.2009
um 12:59 Uhr
Gerade Scala ist kein typischer Vertreter einer einmal festgelegten "statischen" Sprache. Der Sprachkern ist relativ klein und vieles was in anderen Sprachen Teil des Kerns ist wird bei Scala von Bibliotheken erledigt. Map("a" -> 123 "b" -> 871) ist z. B. kein Teil des Sprachkerns sondern ein Bibliothek. #zitieren