Mittwoch, 23. Mai 2012


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November 2009 | Artikel

TechEd Europe 2009 in Berlin Fortsetzung, Teil 2

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Visual Studio 2010 und Team Foundation Server

Vor der Eröffnungs-Keynote gab es noch eine General Developer Session, in der Jason Zander, General Manager des Visual-Studio-Teams, verschiedene Aspekte von Visual Studio 2010 und Team Foundation Server beleuchtete.

Bei Visual Studio 2010 wurde die Produktpalette neu sortiert und besteht nun aus weniger verschiedenen Editionen, deren Namen sich an denen der Office- und Windows-Editionen orientieren:

  • Express Edition: für einzelne Programmiersprachen, kostenfrei (wie bisher)
  • Professional Edition: Entwicklung für Windows, Web, SharePoint, Office, Azure und Silverlight
  • Premium Edition: wie Professional, aber zusätzlich mit Datenbank-Change-Management und Unit-Tests
  • Ultimate Edition: wie Premium, aber zusätzlich mit UML Modellierung, Performance Tests, Lasttests, Web Tests

Die Ultimate Edition ersetzt damit die Team Suite, während die Standard Edition komplett wegfällt. Dazu wurde die Entwickleroberfläche komplett überarbeitet und basiert nun auf WPF. Auch die Unterstützung für parallele Verarbeitung wurde verbessert. Die endgültige Version von Visual Studio 2010 wird am 22. März 2010 weltweit veröffentlicht.

Für die Verwaltung und Ausführung von Tests gibt es nun ein separates WPF-basiertes Tool (VS-Test-Elements), sodass Tester nicht mehr mit der komplexen Entwicklungsumgebung von Visual Studio konfrontiert werden.

Um auch die letzten Verfechter von Visual SourceSafe zum Umstieg zu bewegen, gibt es eine Basic-Variante von Team Foundation Server, die sich assistentengesteuert innerhalb von ca. 20 Minuten lokal installieren lässt und die wesentlichen Funktionen für Quellcodeverwaltung, Work Item Tracking und Build Automation beinhaltet.

Durch Microsofts Zukauf der Teamprise-Produkte von SourceGear LLC wird es in Zukunft auch möglich sein, den Team Foundation Server für andere Entwicklungsumgebungen wie Eclipse und Rational zu nutzen.

Sessions über Sessions

Neben den bereits erwähnten Hauptthemen gab es natürlich noch zahlreiche Vorträge zu Themen rund um SQL Server 2008 R2, SharePoint 2010, Windows 7, Windows Mobile, System Center, XNA Framework etc.

Auch zum Thema Azure und Cloud Computing gab es einige Sessions, allerdings wurde dieses Themengebiet nicht so sehr in den Vordergrund gestellt, wie viele es im Vorfeld erwartet hatten. Der Grund dafür lag sicherlich darin, dass dieses eines der Hauptthemen der Professional Developers Conference ist, die direkt im Anschluss auf die TechEd Europe in Los Angeles stattfand, und auf der die gesamte Azure-Plattform offiziell gelaunched wurde. Eine wichtige Aussage konnte man im Zusammenhang mit Cloud Computing allerdings in Berlin schon hören. Stephen Elop wies im Rahmen der Keynote darauf hin, dass es nicht Ziel sei, alles in die Cloud zu verlagern, sondern dass vielmehr jedes Unternehmen die passende Kombination für seine individuellen Bedürfnisse finden sollte.

Zusätzlich zu den Vorträgen gab es natürlich auch einen Ausstellungsbereich, auf dem sich zahlreiche Microsoft-Partner und Lösungsanbieter präsentierten. In weiteren Messehallen konnten sich die Teilnehmer mit Hands-on Labs beschäftigen, sich auf Zertifizierungen vorbereiten oder diese gleich ablegen sowie das so genannte TLC besuchen. Mit Letzterem ist aber nicht "Tomato, Lettuce and Cheese" gemeint, wie früher eine bekannte Fastfoodkette den Belag einer bestimmten Hamburgervariante genauer zu spezifizieren pflegte, sondern stattdessen "Technical Learning Center". Dabei handelte es sich um eine weitere Messehalle, in der es zu verschiedensten Microsoft-Technologien Stände gab, an denen man mit ausgewiesenen Experten über die jeweiligen Themen diskutieren konnte.

20 Jahre Mauerfall

Neben der TechEd fanden sich auch zahlreiche Besucher aus aller Welt zum "20 Jahre Berliner Mauerfall"-Festival in der Bundeshauptstadt ein. Höhepunkt dieses Events war der symbolische Mauerfall (Abb. 3), bei dem am Montagabend eintausend jeweils 2,5 m hohe Mauerstücke, die vom Potsdamer Platz bis zum Reichstag aufgebaut waren, in einer großen Kettenreaktion umgestürzt wurden.

Auf dieses Ereignis wurde bereits im Rahmen der TechEd-Keynote am Montagnachmittag hingewiesen, zumal die Vorträge am Montag bewusst früh endeten, damit die TechEd-Teilnehmer auch beim Mauerfallevent live dabei sein konnten.

Sowohl der Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland - Achim Berg - als auch Dr. Said Zahedani, Senior Director Developer Platform and Strategy Group, Microsoft Deutschland, wiesen zu Beginn der beiden Keynotes auf das BerlinMOSAIC-Projekt hin. Bei diesem auf Microsoft-Technologien basierenden Projekt, kann sich jeder durch Hochladen eines Fotos und Einbinden des Tags #20jmf auf Flickr, Picasa oder Twitter beteiligen. Die so getaggten Bilder werden automatisch gefunden und dann Bestandteil eines Gesamtkunstwerks, das man mit Silverlight betrachten und per Deep Zoom nahezu beliebig vergrößern kann.

Auch im nächsten Jahr wird die TechEd Europe wieder in Berlin stattfinden. Der genaue Termin steht allerdings noch nicht fest, wird aber Anfang des Jahres auf der Veranstaltungshomepage veröffentlicht.

Diplom-Informatiker (FH) Robert Panther ist als Senior Consultant für die Logica Deutschland GmbH & Co. KG tätig. Daneben schreibt er Fachartikel und Bücher zu seinen Spezialgebieten SQL Server, Webprogrammierung und Anwendungsentwicklung für mobile Devices. Zurzeit bereitet er ein Buch zur Performanceoptimierung für MS SQL Server vor, das bei entwickler.press erscheinen wird. Für Fragen und Anregungen ist der Autor unter robert.panther@logica.com erreichbar.

  1. TechEd Europe
  2. 20-Jahre-Mauerfall-Festival
  3. Projekt BerlinMOSAIC

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