Mittwoch, 23. Mai 2012


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November 2009 | Artikel

SharePoint 2010: Der alte Donut hat abgedankt

(Link zum Artikel: http://www.entwickler.de/dotnet//002698)

Ein erster Blick auf Microsoft SharePoint 2010

Text: von Fabian Moritz
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Der Vorhang öffnet sich! Auf der weltweiten Partnerkonferenz am 13. Juli 2009 in New Orleans hat Microsoft erste Einblicke in die neue Version von SharePoint gegeben. Daneben hat der Softwareriese aus Redmond nahezu zeitgleich auf seiner Firmenwebseite erstmals öffentlich über Details von SharePoint 2010, so lautet der neue Produktname, gesprochen und drei „Sneak Peek“-Videos veröffentlicht. Entwickler, Administratoren und auch Anwender können sich auf zahlreiche interessante Neuerungen einrichten. Dieser Artikel fasst die wichtigsten, bis heute veröffentlichten Informationen zusammen und gibt einen ersten Einblick in die zu erwartenden neuen Features von SharePoint 2010.
Teil 1   Teil 2   

Der alte Donut, so wurde das SharePoint-Technologierad in einigen Kreisen genannt, hat abgedankt und wird durch einen neuen ersetzt. Die strategische Ausrichtung von SharePoint 2010 geht in Richtung Businessplattform für die Zusammenarbeit im Unternehmen und im Web. Microsoft unterstreicht diesen Anspruch mit den Versprechen für eine „einfache Zusammenarbeit“, "Kostensenkung durch eine einheitliche Infrastruktur" und "schnelle Reaktion auf Businessanforderungen". SharePoint 2010 soll Anwender befähigen, sowohl im Unternehmen als auch im Web in einem dynamischen Umfeld miteinander arbeiten, kommunizieren und interagieren zu können. SharePoint formuliert mit seinem neuen Themenzirkel folgende Schwerpunkte: Sites, Communities, Content, Search, Insights und Composites. Besonders im Bereich der Communities und des Enterprise Search hat SharePoint noch Optimierungspotentiale, sodass man auf die zu erwartenden Verbesserungen gespannt sein darf.

Neue Benutzeroberfläche mit Ribbons, Web Edit und Live Preview

Die mit Office 2007 eingeführte Ribbon-Technologie hält Einzug in die neue Generation von SharePoint und präsentiert sich durchgängig in sämtlichen Webseiten, Anwendungen und in der Zentraladministration. Die mittlerweile von vielen Anwendern geschätzte Funktion spielt eine wesentliche Rolle in der neuen SharePoint-Oberfläche und macht das Auffinden von kontextbasierten Funktionen, Einstellungen oder Aktionen deutlich leichter. Die Ribbons lassen sich anpassen, durch benutzerdefinierte Funktionen erweitern oder gegebenenfalls auch abschalten. Ein in Ribbons integriertes Feature ist das Web Edit. Mit dieser neuen Technologie lassen sich die Inhalte (Texte, Bilder und WebParts) einer SharePoint-Webseite, ähnlich eines Wiki, mit nur wenigen Handgriffen modifizieren. Erfahrene Anwender werden feststellen, dass die Bereitstellung und die Anpassung (Größenänderungen, Aussehen oder die Position) von Grafiken innerhalb der Wiki-Seite, im Vergleich zur Vorversion, merklich benutzerfreundlicher sind.

Webdesigner können sich auf eine komplett überarbeitete Theming-Technologie freuen (Abb. 1). Zusammen mit einer "Live Preview"-Funktion und der Möglichkeit, SharePoint Themes von PowerPoint 2010 zu importieren, geht die Gestaltung von SharePoint-Oberflächen zukünftig einfacher von der Hand. Es ist zu betonen, dass die neue Benutzeroberfläche von SharePoint 2010 komplett asynchron ist. Das bedeutet, dass bei der Ausführung von Aktionen innerhalb der Webseite zukünftig auf den vollständigen Seitenaufruf verzichtet wird.

Visio Services Vergleichbar mit den Excel oder Forms Services des Office SharePoint Server 2007 können mit dem Nachfolger auch Visio-Dokumente als Webseite bereitgestellt werden (Abb. 2). Die Visio Services ermöglichen das Real Time Rendering von Visio Charts in einem Webbrowser inklusive der Option, Daten aus Backend-Systemen aufzubereiten.

Business Connectivity Services Der Business Data Catalog bekommt mit den Business Connectivity Services nicht nur einen neuen Namen, auch die Vielzahl neuer Werkzeuge für den SharePoint Designer 2010 oder Visual Studio 2010 machen die Integration von Backend-Systemen deutlich lukrativer. Die Verbindung mit Line-of-Business-Anwendungen wird in SharePont 2010 über so genannte externe Inhaltstypen realisiert. Mit dieser Neuerung lassen sich Backend-Daten wie einfache Listen in eine SharePoint-Seiten integrieren, aufbereiten oder editieren. Auch im Bereich der Office-Integration hat sich einiges getan. Ähnlich der aktuellen Funktion, SharePoint-Metadaten über Schnellbausteine in ein Office-Dokument einbinden zu können, wird es mit SharePoint 2010 und Office 2010 möglich sein, dynamische Dokumente mit integrierten Businessdaten zu erstellen.

SharePoint Designer Nicht nur die neu integrierten Ribbons lassen den SharePoint Designer 2010 aufgeräumter wirken, auch in der Aufbereitung der Daten und die Darstellung der Menüs kommt der SharePoint-Oberfläche sichtbar näher. Microsoft verspricht mit der neuen Version des SharePoint Designers die Administration und die Gestaltung von SharePoint-Webseiten, die Erstellung von Workflows oder die Generierung von Applikationsdefinitionen für die Business Connectivity Services effizienter zu gestalten und die Zusammenarbeit zwischen Designern und Entwicklern zu verbessern.

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