Mittwoch, 23. Mai 2012


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Januar 2010 | Artikel

Oracle/Sun präsentiert: Die Zukunft von Java

(Link zum Artikel: http://www.entwickler.de/jaxenter//002848)

Ergebnisse des Webcast zur neuen Strategie von Oracle

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Vom Silikon-Chip bis zur fertigen Anwendung - dies ist laut Larry Ellison, CEO von Oracle, das neue Credo bei Oracle nach der Fusion mit Sun. Die neue Strategie wurde gestern in einem fünfstündigen Webcast live der Community vorgestellt, und die Botschaft war deutlich: In einer im IT-Sektor einzigartigen Konstellation halte Oracle einen kompletten Stack von Hardware, Infrastruktur, Datenbanken, Middleware und Business-Applikationen in den Händen und werde sich nun darauf konzentrieren, die einzelnen Komponenten in performante Gesamtsysteme zu integrieren, die allen Konkurrenzprodukten - von IBM bis HP - überlegen seien.
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In der gestrigen Oracle-Show, die zeitweilig an amerikanischen Wahlkampf erinnerte, wurde vor allem gefeiert - nämlich die nach neun zähen Monaten von der Europäischen Kommission genehmigte Übernahme von Sun durch Oracle, die den neuen IT-Riesen in eine Marktposition auf Augenhöhe mit IBM und HP katapultieren soll. Und neben der Schulterklopferei und den zweckoptimistischen Harmoniebekundungen (Larry Ellison: "Sun hat im Vergleich zu IBM und HP das beste Entwicklerteam und auch die Kultur, die am besten zu Oracle passt") wurde nebenbei auch die zukünftige Ausrichtung der einzelnen Technologiebereiche vorgestellt.

Die Zukunft von Java
Mit Spannung erwartet wurden die Äußerungen der Oracle-Chefs zu Java - doch wer hier einen konkreten Maßnahmenkatalog erwartet hatte, wurde enttäuscht. Wie schon in früheren Verlautbarungen wurde bestätigt, dass Java selbstverständlich ein zentraler Bestandteil der Oracle-Strategie bleiben wird. Viel Geld werde in die Förderung und Weiterentwicklung von Java fließen. In Java SE 7 werden Modularisierung, Unterstützung von Multicore-Programmierung und Integration alternativer Sprachen im Vordergrund stehen. HotSpot und JRockit bleiben für Oracle strategische JVMs, und die besten Features beider Virtual Machines sollen konvergieren.

Insgesamt soll die Java-Plattform vereinfacht und für eine Vielzahl neuer Deployment-Architekturen optimiert werden. Interessant sicherlich die Anmerkung, dass die Java ME und Java SE APIs vereinheitlicht werden sollen, um dem Paradigma "Write once, run anywhere" ein Stück näher zu kommen.

Auch Java EE soll durch offene Modularisierungsstandards erweitert werden. Neue Leightweight Server Profile, UI und Rich Internet Applications, Skripting und dynamische Sprachen sowie einen optimierten Web Services Stack liegen zudem in Oracles Planungshorizont.

Spitze Ohren konnte man bei den Aussagen zur Java Community bekommen: Investitionen sollen getätigt werden zur Revitalisierung der Java-Entwicklercommunity, und außerdem ein offenerer, auch für andere Unternehmen mehr partizipatorisch gestalteter Java Community Prozess etabliert werden. Darüber, wie genau diese neue Offenheit und "Partizipation" aussehen wird, darf weiterhin spekuliert werden.

Klarheit im IDE-Salat
Wird Oracle, das traditionellerweise die Entwicklungsumgebungen Eclipse und JDeveloper einsetzt, auch das von Sun in die Ehe gebrachte NetBeans weiterpflegen? Es wird! Vertraut man der gestrigen frohen Botschaft zur IDE-Strategie, werden alle drei Java-IDEs mit leichten Schwerpunktverschiebungen weitergepflegt. Jedem Java-Entwickler soll neben der Wahl der Implmentierungstechnologie, der Wahl des Entwicklungsstils und der Wahl der Deployment Plattform auch die volle Bandbreite der IDE-Lösungen erhalten bleiben!

NetBeans soll als leichtgewichtige Java-IDE mit einem Fokus auf Java EE6, Java ME und Skripting-Sprachen weitergepflegt werden. Vergrößert werden soll das Engagement von NetBeans vor allem im mobilen Sektor und dem Tooling für dynamische Sprachen.

Der JDeveloper wird weiterhin als Oracles strategisches Entwicklungswerkzeug zum Einsatz kommen, sich hier wie bisher auf Oracles Middleware und Fusion-Produkte konzentrieren.

Auch Eclipse soll weiterhin unterstützt werden. Oracle bleibt strategisches Mitglied der Eclipse Foundation und wird den Enterprise Pack für Eclipse 11g weiter ausbauen.

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Kommentare

Gravatar b3-soft 25.01.2011
um 22:05 Uhr
Was ist denn ein "Silikon-Chip"?
Gemeint war wohl "Silizium-Chip", denn die meisten Chips werden entweder aus Kartoffeln oder Silizium hergestellt.
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