Mittwoch, 23. Mai 2012


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Februar 2010 | Artikel

Interaktiver IDE-Vergleich: Ergebnisse - IntelliJ IDEA

(Link zum Artikel: http://www.entwickler.de/jaxenter//002877)

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Roman Strobl von JetBrains reagiert auf die Kommentare der Community und beantwortet im Rahmen des interaktiven IDE-Vergleichs zwischen Eclipse, NetBeans und IntelliJ IDEA Fragen zur IntelliJ-IDEA-Entwicklungsumgebung.
Teil 1   Teil 2   

JAXenter: Kommentator Armin stellt die Frage nach der Reaktionsgeschwindigkeit und dem Speicherbedarf von IntelliJ IDEA:

Ich denke aber schon, dass auch IDEA etwas von den anderen IDEs lernen kann. Insbesondere finde ich die Reaktionsgeschwindigkeit des UI speziell im Vergleich zu Eclipse verbesserungswürdig. Darüber hinaus habe ich mich schon öfter über den hohen Speicherplatzbedarf des Verzeichnisses .IntelliJIdea im user home geärgert. Meine 4-5 recht überschaubaren Projekte verursachen eine Speicherbedarf von über 1GB im .IntelliJIdea-Verzeichnis. Armin

Armins erste Fragen lautet also:

Warum ist die UI so langsam? Liegt es am Editor, der wie im Artikel erwähnt, sehr hohe Anforderungen an die Verabeitung des Source-Codes erfüllen muss? Armin

Roman Strobl: Die Frage ist zu allgemein gestellt, um darauf eine wirklich gute Antwort geben zu können. Was man sagen kann ist, dass wir hervorragend darin sind, die CPU/Speicher-Snapshots zu analysieren, die uns unsere Anwender zur Verfügung stellen, und auf diesem Weg Probleme zu beheben und/oder Tipps zu geben, wie Performance-Engpässe vermieden werden können. Nehmen Sie doch einfach Kontakt mit uns auf!

JAXenter: Die zweite Frage von Armin:

Warum ist das Metaverzeichnis .IntelliJIdea so groß? Armin

Roman Strobl: Das Metadirectory enthält eine umfassende Datenbank für den ganzen Quellcode und alle Bibliotheken, die zum Einsatz kommen. Diese Inhalte und die Vielzahl an Indizes brauchen natürlich ihren Platz. Aber ist das denn ein Problem?

JAXenter: Weiter geht es mit Johannes Auer, der Eclipse wegen dessen Modeling-Fähigkeiten schätzt:

Ich sehe IntelliJ noch lange nicht auf Augenhöhe mit Eclipse: Eclipse ist viel mehr als eine IDE und bietet gerade im Bereich MDSD so viel mehr als seine Konkurrenten. Johannes Auer

Roman Strobl: Es stimmt, Eclipse ist eine Rich Client Platform und die Grundlage für zahllose kommerzielle sowie quelloffene Tools und Frameworks. Es ist einfacher zu sagen, was Eclipse NICHT ist. Mit IntelliJ IDEA versuchen wir hingegen, uns wirklich auf den Anwendungsfall des Entwickelns von Programmcode zu konzentrieren. Andererseits haben wir auch das MPS-Projekt (Meta Programming System), das auch Open Source zur Verfügung steht. Mit MPS kann man auf eine ganz andere Weise "Modell-getrieben" entwickeln, als das mit Eclipse Tooling möglich ist.

JAXenter: Außerdem empfindet Johannes Auer die Community Edition von IntelliJ als zu schwach:

Die Community Edition kommt auch etwas schwachbrüstig daher: kein Support für Ruby/JRuby, Python, SQL, HTML, XHTML, CSS, XSL, XPath, JavaScript/ActionScript, PHP (nicht mal PHP!) - wenn Open Source (als vergleichswürdiger Counterpart zu NetBeans und Eclipse), dann aber doch ganz oder gar nicht. Johannes Auer

Roman Strobl: Die IntelliJ IDEA Community Edition eignet sich am besten für SE-, Desktop- und Groovy-Entwicklung. Wer weitere Features möchte, dem empfehlen wir, zur Ultimate Edition zu greifen.

JAXenter: Warum stellt JetBrains nicht das komplette IntelliJ IDEA Open Source zur Verfügung?

Roman Strobl: Weil wir kein tragfähiges Business Modell für ein kleines Unternehmen im Tooling-Bereich ohne externes Sponsoring sehen, das genügend Finanzmittel generieren würde, um das Projekt weiterentwickeln zu können. Andererseits bietet die Open Source Foundation uns, den Entwicklern von IntelliJ IDEA, alle Vorteile der Open-Source-Plattform.

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Kommentare

Gravatar Thorsten Göckeler 10.02.2010
um 12:44 Uhr
Auf die Frage "Warum ist das Metaverzeichnis .IntelliJIdea so groß?" wurde geantwortet "Das Metadirectory enthält ... . Diese Inhalte ... brauchen natürlich ihren Platz. Aber ist das denn ein Problem?"

Ja, das ist es. Solange das Verzeichnis im Home-Verzeichnis abgelegt wird, und der Anwender wie in vielen Unternehmen üblich ein "Roaming Profile" hat, d.h. das Profil wird mit dem zentralen Server abgeglichen, muss auch .IntelliJIdea beim Start und beim Herunterfahren des Rechners mit dem Netzlaufwerk abgeglichen werden.

Und das kann dann schon mal eine Weile dauern, oder gar nicht funktionieren, weil das Netzlaufwerk mal wieder keinen Platz hat.

Das Problem ließe sich aber leicht beseitigen: Indem der Anwender ein Verzeichnis definieren darf, in dem die temporären Daten abgelegt werden. Solange hier keine Angabe gemacht wird kann das ja durchaus das Home-Verzeichnis sein. Es muss sich halt nur verschieben lassen.
#zitieren
Gravatar Jo. 11.02.2010
um 11:37 Uhr

Thorsten Göckeler:
...
Das Problem ließe sich aber leicht beseitigen: Indem der Anwender ein Verzeichnis definieren darf, in dem die temporären Daten abgelegt werden. Solange hier keine Angabe gemacht wird kann das ja durchaus das Home-Verzeichnis sein. Es muss sich halt nur verschieben lassen.


Schau mal in die Datei "bin/idea.properties". Dort kannst Du die Verzeichnisse konfigurieren.
#zitieren