Dieses Jahr begann mit einer Premiere: Gleich am Montag hatte ich ein 3-stündiges Tutorial "Modeling meets Runtime", dessen Vorbereitung unter keinen guten Vorzeichen stand. Grund dafür war ein P2-Bug, der dafür sorgt, dass RAP Bundles in der IDE landen und diese unbrauchbar machen [1]. Das führte dazu, dass mehr Zeit als geplant in die Installation auf den Rechnern der Teilnehmer notwendig wurde. Das Tutorial war gut besucht und dennoch ein Erfolg.
Ein Kompliment den Programmgestaltern: Auch dieses Jahr ist ihnen ein gutes Programm gelungen, und es ist oft schwierig, zwischen den Angeboten auszuwählen. Durch die zusätzlichen Sessions der Unconference und der BOFs ist eine weitere Vielfalt hinzugekommen. Und wenn man dann noch die Receptions besucht und an der Bar mit anderen Entwicklern zusammensitzt, dann sind die 24 Stunden eines Tages einfach zu wenig.
Dienstagabend wurden die Community Awards vergeben und u.a. Eike Stepper, Lars Vogel und Xtext prämiert. Hier nochmals meine Gratulation – Ihr habt es verdient!
Am Mittwoch habe ich wohl die beste Keynote [2] nicht nur einer EclipseCon, sondern all meiner besuchten Konferenzen gesehen: Jeff Norris von der NASA JPL [3] hat einen Bogen geschlagen von Platon und Sokrates über Open Source zu Eclipse und Mars-Robotern. Live aus der Keynote hat er mit einer Eclipse-RCP-Anwendung ein Monstrum von Roboter remote bei der NASA gesteuert, was per Video live übertragen wurde. Zum Abschluss führte er mit einem selbst gebauten Lego-Roboter eine Diskussion, und es gab – erstaunlich bei einer Keynote - "Standing Ovations".
Ich habe mir auf der EclipseCon verschiedene Sessions über e4, OSGi und Modeling angesehen. Nach einem sehr gut präsentierten Tutorial über e4 von Tom Schindl, Kai Tödter und Lars Vogel (doch: Ich war auf einer Konferenz in Kalifornien und nicht Deutschland ;-) werde ich mich auch mit e4 beschäftigen. Als erstes Resultat wird redView bald die e4-CSS-Styling-Engine nutzen, um in den Genuss der Gradients zu kommen. Da die CSS-Engine auch unter Eclipse 3 eingesetzt werden kann und RAP ebenfalls mit CSS arbeitet, wird dies die Einsatzmöglichkeiten von redView erweitern.
Jeder, der mit JPA und OSGi arbeitet, weiß, wie schwierig eine saubere Integration in OSGi-Anwendungen ist. Das wird jetzt wesentlich besser durch die neuen OSGi-Spezifikationen zum Einsatz von JPA unter OSGi. Dazu gab es eine Session von Oracle [4] – etwas, dass ich definitiv ausprobieren möchte.
Gestern hatte ich noch einen Lightning Talk über "Coole Views für Plug-ins" (siehe aktuelle Ausgabe des Eclipse Magazin), die auf sehr gute Resonanz stieß. Heute beginnt der letzte Tag und ich habe noch zwei Sessions über redView und "Logging in OSGi-Applikationen". Ich freue mich auf einen weiteren interessanten Tag auf der EclipseCon und heute Abend – wenn alles zu Ende ist – auf das traditionelle Treffen der Europäer, wie immer organisiert von Ralph Müller.




