Donnerstag, 24. Mai 2012


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April 2005 | Artikel

JSR 75 aka PDA Profile Fortsetzung, Teil 5

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Und wo bleibt die Sicherheit?
Durch die beiden optionalen Packages PIM API und FC API wird für J2ME-Anwendungen endlich der lang ersehnte Zugriff auf Daten des mobilen Endgerätes möglich, welche nicht direkter Bestandteil der jeweiligen Anwendung sind. Natürlich bedarf eine solche Öffnung eines entsprechenden Sicherheitskonzeptes.

MIDP 2.0 definiert zu diesem Zweck ein eigenes Security Model, welches auch von optionalen Packages genutzt und erweitert werden kann [J. Knudsen: Understanding MIDP 2.0's Security Model]. Für die beiden aufgeführten APIs wurden gleich eine ganze Reihe neuer Security Permissions eingeführt, wie die folgende Liste zeigt:

  1. javax.microedition.io.Connector.file.read
  2. javax.microedition.io.Connector.file.write
  3. javax.microedition.pim.ContactList.read
  4. javax.microedition.pim.ContactList.write
  5. javax.microedition.pim.EventList.read
  6. javax.microedition.pim.EventList.write
  7. javax.microedition.pim.ItemList.read
  8. javax.microedition.pim.ItemList.write
Während die oben aufgeführten Security Permissions von jeder PIM- bzw. FC-API-Implementierung erfüllt werden müssen, ist es ihnen darüber hinaus freigestellt, zusätzlich ein deutlich feingranulareres Model abzubilden.
Fazit
Durch die beiden neuen APIs der JSR 75 eröffnen sich dem J2ME-Entwickler völlig neue Welten. Anwendungen, die bisher nur unter Nutzung proprietärer – also herstellerspezifischer – Java-APIs oder aber durch die Verwendung von C bzw. C++ möglich waren, scheinen nun kein Hindernis mehr darzustellen. Bleibt abzuwarten, wann und in welchem Umfang die Hersteller sich auf die neuen APIs einstellen und diese mit ihren Handsets ausliefern. Bisher scheint lediglich Nokia seine Produktreihe und Entwicklungstools für das Jahr 2005 voll auf den JSR 75 auszurichten. Dabei ist seit der Eröffnung des JSRs eigentlich mehr als genug Zeit vergangen. Es bleibt zu hoffen, dass auch die anderen Hersteller die Zeichen der Zeit erkennen und so der Traum einer portablen MIDP-Applikation mit Zugriff auf das File-System und das Personal Information Management endlich Realität werden kann.
Fazit
Lars Röwekamp, Gründer des technischen Beratungsunternehmens OpenKnowledge GmbH, beschäftigt sich bereits seit einigen Jahren mit der Kombination von Enterprise-Computing-Lösungen im Zusammenhang mit mobiler Anbindung und ist in diesem Bereich als Berater und Umsetzungspartner tätig.
Sebastian Szczygiel beschäftigt sich seit der Geburtsstunde des "Mobile Java" mit der Java-basierten Programmierung von mobilen Endgeräten, deren Möglichkeiten und Grenzen er bereits in einer Vielzahl von Real-Life-Projekten als freiberuflicher Berater und Kooperationspartner von OpenKnowledge ausloten durfte.
  1. Java Wireless Toolkit 2.2

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