Die Verarbeitung des Hardcover-Bandes des Buches ist solide, der beim Heraustrennen verbleibende Rest der CD-Hülle mitten im Buch stört nicht beim Blättern. Auf der beigelegten CD findet man neben dem Java SDK 1.3.1 von Sun noch einige Shareware-Programme, die nicht unbedingt etwas mit dem Buch zu tun haben, alles leider nur für Windows. Die zum Buch gehörende Website bietet die erstellten Programme zum Download an und enthält auch Ergänzungen zum Buch (Drucken und Tastaturabfrage).
Im kompakten Inhaltsverzeichnis verschafft man sich schnell einen Überblick über die Inhalte, die sich grob in drei Teile gliedern: Nach einer kurzen Behandlung der einfachen Layout-Manager werden Frames und Dialoge vorgestellt, sodass im Kapitel 6 ein einfacher Texteditor den ersten Teil beendet.
Nach einem Intermezzo mit pixel- und vektorbasierten Grafiken im Mittelteil werden die komplexeren Zusammenhänge angesprochen, die beim Darstellen und Arbeiten mit Listen, Tabellen und Bäumen auftreten. Ein selbst geschriebener Browser und eine verständliche Erklärung des GridBagLayout-Managers runden den guten Gesamteindruck des Buches ab.
„Grafik-Programmierung mit Java-Swing“ wendet sich an Programmierer mit Java-Grundkenntnissen und ist aus einem Programmierkurs entstanden, der sehr gut gewesen sein muss. Die Beispiele sind kurz und konzentrieren sich auf die gerade anstehenden Themen, ohne in nebensächlichem Beiwerk zu ersticken. Neben den üblichen Screenshots gibt es noch weitere lehrreiche Grafiken, die einem Swing-Einsteiger das Verständnis der Arbeitsweise der Bibliothek sehr erleichtern. Etwas störend wirkt die gelegentlich große räumliche Trennung zwischen Verweis im Text und zugehörigem Bild.
Paul Fischer versteht es, die wesentlichen Punkte der jeweiligen Kapitelthemen so zu behandeln, dass der mitarbeitende Leser am Ende in der Lage ist, die grundlegenden Funktionen korrekt einzusetzen und davon ausgehend eigenständig weiter zu arbeiten. Er verzichtet auch bewusst auf die Auflistung sämtlicher Optionen und verweist statt dessen auf die in der Software vorhandene Dokumentation. Das Ergebnis ist ein 180 Seiten schlanker, ballastloser Band, der seinen Preis wert ist. Zum Selbststudium oder als Begleitlektüre für einen Swing-Programmierkurs ist das Buch sehr zu empfehlen.








