In seinem Buch "Webapplikationen mit Visual C#" gibt Klaus Aschenbrenner eine Einführung in den Umgang mit ASP.NET. Das 872 Seiten starke Werk richtet sich hauptsächlich an Einsteiger im Bereich der Webanwendungsentwicklung, allerdings setzt der Autor Kenntnisse in der Programmierung mit C# voraus. Im ersten Teil gibt der Verfasser einen Überblick über die CLR sowie das .NET Framework allgemein. Auch eine Einführung in den Umgang mit Visual Studio .NET bleibt dem Leser nicht vorenthalten, wobei auch auf Themen wie Visual Data Modeling oder Debugging unter Visual Studio eingegangen wird. Im Anschluss wird der Aspekt der Anwendungsmodellierung mit Visio charakterisiert, was zwar eine Bereicherung für das Buch darstellt, mit dem Thema "Webapplikationen" aber eigentlich nicht viel zu tun hat.
Der zweite Teil des Buchs beschäftigt sich mit der Entwicklung von Webapplikationen, wobei Klaus Aschenbrenner hauptsächlich einige unverzichtbare Basisinformationen zu ASP.NET in den Vordergrund stellt. Dennoch bekommt nahezu jede WebForms-Komponente einen eigenen Abschnitt gewidmet, welcher mit jeweils einem kleinen (!) Beispiel veranschaulicht wird. Auch die Anbindung an relationale Datenquellen wie z.B. SQL Server mit ASP.NET wird beschrieben. Im dritten Teil geht der Autor auf die Konfiguration der Webanwendung und der ausführenden Umgebung (IIS) sowie auf die Sicherheitskonfiguration ein, wobei auch der Anmeldeprozess an Webseiten umfassend beleuchtet wird. In den letzten beiden Kapiteln werden die Themen Web Services sowie die .NET-Klassenbibliothek abgehandelt, wobei diese Abschnitte eher als Exkurs anzusehen sind, da sich derart komplexe Themen nur schwer auf 80 Seiten umfassend behandeln lassen. Fazit: Klaus Aschenbrenner gibt mit seinem Buch eine gute Einführung in die Programmierung von ASP.NET-Webanwendungen, welche durch Themen wie den Umgang mit Visual Studio .NET oder der Entwicklung von Web Services abgerundet wird. Da sich die Codebeispiele auch auf der mitgelieferten CD finden lassen, ist das Nachvollziehen der im Buch vorgestellten Beispiele ohne aufwändige Tipparbeit möglich. Trotz des insgesamt recht positiven Eindruck des Werkes ist es schade, dass Themen wie z.B. Performance oder Clustering nicht behandelt werden.







