Samstag, 11. Februar 2012


Buch-Tipp

Kommunikation unter Linux

(Link zum Artikel: http://www.entwickler.de/jaxenter//000257)
  • Autor/in: Rainer Krienke
  • Verlag: SuSE Press
  • Seiten: 719
  • erschienen: 2003
  • Preis: EUR 45,50
  • ISBN: 3-935922-63-9

In die zweite Auflage geht der Buchtitel "Kommunikation unter Linux" von Rainer Krienke. Vermittelte die erste Auflage aus dem Jahr 2000 auf 443 Seiten Grundlagen zu allem, was mit Kommunikation und Computer zu tun hat, so hat die neue Ausgabe kräftig an Umfang und Inhalt zugelegt: Mit 719 Seiten, einem übersichtlichen Inhalts- und einem brauchbaren Stichwortverzeichnis, verdient sich das Buch einen Platz als Nachschlagewerk in der Nähe des Computers.

Geblieben ist der erschöpfende Beitrag über Modem-Interna. Stark erweitert und gut erklärt wurde DSL, der Autor bringt Licht ins Dunkel zu AVM-CAPI und geht allgemein auf mögliche Fehlerquellen ein. Gut wird bedient, wer zu HylaFAX auch in Verbindung mit ISDN mehr wissen möchte. Leider kneift es bei der Ablehnung von Werbefaxen mit einem Verweis auf die Manual-Seite. Es folgen Abhandlungen über FTP-Clients und -Server, die Erstellung einer Content-Web-Seite, der Umgang mit Proxies, das Abholen von News und Mails bei mehreren Providern, das Einrichten lokaler Netzwerke, und auch Wireless und mit Infrarot. Die Kapitel Audio- und Videokommunikation beginnen ganz von vorne beim Digitalisieren. Player werden vorgestellt, es folgt das Rippen, außerdem das Einrichten eines Anrufbeantworters, einer TV-Karte und das Aufnehmen von Fernsehsendungen.

Insgesamt finden sich SuSE-Benutzer mit Versionen ab 7.0 gut zurecht, der Gebrauch von yast2 und kinternet wird ausgiebig erklärt. Eindeutig liegt der Schwerpunkt auf SuSE und KDE. Nutzer anderer Distributionen mit etwas Grundlagenwissen dürften die nötigen Konfigurationsdateien aber auch finden, und oft gibt es Hinweise auf vergleichbare Programme. Viele Konfigurationsdateien werden erklärt. Leider finden sich manche Vorgänge, beispielsweise zu DSL, doppelt und dreifach wieder, obwohl sich nur das Einwahlprogramm geändert hat. Hier hätte man straffen können, dabei könnten auch gleich Rechtschreibfehler behoben werden. Lobenswert ist, dass die Kapitel mit Links zum Thema schließen.

von Karlheinz Günster

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