Keine Lust auf Linux? Aber auch keine Lust auf proprietäre, kostspielige Betriebssysteme mit grafischer Benutzeroberfläche, bei der man nicht immer nachvollziehen kann, was im Hintergrund wirklich geschieht? Sie benötigen einfach nur ein stabiles Betriebssystem, um beispielsweise einen Webserver zu betreiben? Zu Test- und Entwicklungszwecken steht Ihnen sogar nur ein älteres PC-Modell zur Verfügung? Es sollte idealerweise ein Unix-Betriebssystem sein? Hier ist Ihre Lösung: FreeBSD.
Michael Lucas ebnet dem interessierten Einsteiger mit seinem Buch "FreeBSD de Luxe" den Weg zu einer stabilen Plattform. Stellenweise sehr locker, erklärt er in typisch amerikanischer Schreibweise dem Anfänger die Installation und Inbetriebnahme von FreeBSD in der Version 5. Aktuell ist zwar schon die Version 5.1, aber die empfohlene Vorgehensweise bei der Installation und der Konfiguration unterscheidet sich höchstens marginal.
Und was soll auf dem neu installierten Betriebssystem laufen, nachdem die Hardware eingebunden ist und man sich nach dem Studium einiger Kapitel in das System eingearbeitet hat? Ein Mail-Server? Oder doch lieber ein DNS-, Web- und/oder FTP-Server? Auch hierfür finden sich in diesem Werk die Antworten und Lösungen, selbst wenn das Ganze auf RAID-Festplatten oder anderen Plattensystemen laufen soll und auch Windows-Freigaben eingebunden werden sollen.
Sollte nach erfolgreicher Installation sich das Verhalten des Rechners doch nicht so präsentieren wie gewünscht, liefert der Autor auch gleich eine ganze Reihe Ratschläge zur Optimierung des Systems. In diesen Ausführungen eingeschlossen ist auch das Upgrading des Betriebssystems auf neuere Versionen. Wer nach dem Durcharbeiten des Buches Lust darauf bekommen hat, FreeBSD auch auf dem Desktop einzusetzen, findet in einem mit 15 Seiten allerdings eher dünnen Kapitel die nötigen Hinweise dazu. Erfreulicherweise verweist der Autor auch auf die "dunklen" Seiten eines Betriebssystems und erläutert den Umgang mit Störungen und die Analyse der entsprechenden Meldungen.
Dieses Buch macht Lust auf FreeBSD. Für fortgeschrittenere Anwender dürfte es aber kaum Neues bieten. Auch die lockere Schreibweise und die entsprechenden Formulierungen dürften dem Systemadministrator, der Antworten auf spezielle Fragen suchen dürfte, nicht entgegen kommen. Einsteiger, die sich in ein Unix-Betriebssystem einarbeiten und Interessierte, die einmal etwas anderes ausprobieren wollen, kommen mit diesem Werk allerdings voll auf ihre Kosten.








