Samstag, 11. Februar 2012


Buch-Tipp

Adding Ajax

(Link zum Artikel: http://www.entwickler.de/jaxenter//000708)

Making Existing Sites More Interactive

  • Autor/in: Shelley Powers
  • Verlag: O’Reilly
  • Seiten: 399
  • erschienen: 2007
  • Preis: 34 Euro
  • ISBN: 978-0-596-52936-9
8/10 Punkte

"Adding Ajax" von Shelley Powers behandelt die Ergänzung vorhandener Webanwendungen um Ajax. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Client, was nur natürlich ist, denn dort ergeben sich durch Ajax die größten Änderungen. Außerdem wird Wert darauf gelegt, nach dem Prinzip des "Progressive Enhancements" eine vorhandene, funktionierende Webanwendung um nützliche Funktionen zu erweitern und dabei die Grundfunktionen weiterhin für alle Benutzer bereitzustellen. Für das Verstehen des Buches werden gute Kenntnisse von HTML/XHTML, relationalen Datenbanken, CSS und JavaScript vorausgesetzt.

Los geht es mit einer Beschreibung der Grundlagen von Ajax und den für die Erweiterung notwendigen Voraussetzungen der vorhandenen Webanwendung. Da diese selten bereits vollständig Ajax-tauglich ist, werden auch die gegebenenfalls notwendigen Änderungen behandelt. Danach werden einige Ajax-Bibliotheken vorgestellt und das Hinzufügen interaktiver Effekte wie z.B. Tooltips beschrieben. Auch die Erweiterung einer Webanwendung um Seiten mit Akkordeons oder Tabs wird behandelt. Dynamischen Daten ist ein weiteres Kapitel gewidmet, als Beispiel dient dabei u.a. eine Live-Editierfunktion. Anschließend geht es um Fragen der History, der Navigation und "einseitiger" Websites, z.B. mit Slideshows. Ein weiteres Kapitel behandelt das Hinzufügen visueller Effekte zur optischen Auffrischung der Webanwendung.

Was natürlich auch nicht fehlen darf, sind Mashups. Beschrieben wird als Beispiel das Einbinden von Google Maps, Flickr und Technorati. Im letzten Kapitel geht es um Probleme der Skalierung und Infrastruktur, die sich durch die Erweiterung ergeben, sowie Möglichkeiten einer kompletten Neuentwicklung.

Wer wissen möchte, welche Möglichkeiten Ajax zur Auffrischung seiner vorhandenen Webanwendung bietet und wie diese Möglichkeiten dann umgesetzt werden, der ist mit diesem Buch sehr gut bedient. Positiv ist auch die durchgehende Berücksichtigung des Prinzips des "Progressive Enhancements" – zu oft werden Anwendungen im Erneuerungswahn mit unnützen Erweiterungen überhäuft und gleichzeitig vorhandene, nützliche Funktionen entfernt oder unbrauchbar gemacht. Um die Beispiele zu verstehen reichen meines Erachtens Grundkenntnisse aus. Bei Bedarf kann Fehlendes in einem Grundlagenbuch über Webentwicklung nachgeschlagen werden.

von Carsten Eilers

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