Android gewinnt zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Anbieter bieten auf Android basierende Smartphones an. Auch Gerüchte über den Einsatz von Android auf anderen Geräten, z. B. TV-Settop-Boxen oder Netbooks, halten sich hartnäckiger und werden lauter. Grund genug sich das erste deutsche Android-Buch "Android – Grundlagen und Programmierung" genauer anzusehen. Das Buch richtet sich hauptsächlich an Java-erfahrene Entwickler und vermittelt einen raschen und problemlosen Einstieg in die wichtigsten Themen von Android. Vorkenntnisse in Android sind zum Verständnis nicht erforderlich. Das Buch ist sehr praxisorientiert. Nach einer kurzen theoretischen Einführung in die Architektur und Komponenten von Android geht es mit der Entwicklung einer Beispielanwendung weiter, anhand derer die Autoren die Grundprinzipien von Android vermitteln. In einer iterativen Vorgehensweise werden in aufeinander aufbauenden Kapiteln die Kernthemen von Android nach und nach behandelt. Zu Beginn jeder Iteration werden mithilfe der Anforderungen der Beispielanwendung neue Lerninhalte identifiziert, deren theoretische Grundlagen beschrieben und schließlich implementiert. Neben grundlegenden Themen wie Oberflächengestaltung, den Austausch von Systemnachrichten, Intents, geobasierten Diensten, Datenbanken und Content-Providern werden zudem auch fortgeschrittene Gebiete wie Hintergrundprozesse (Service), Interprozesskommunikation, automatisiertes Testen und das Signieren von Anwendungen gründlich beschrieben. Dem Buch merkt man die Erfahrung der Autoren in der mobilen Anwendungsentwicklung deutlich an. Sie weisen häufig auf Best Practises sowie Optimierungsmöglichkeiten hinsichtlich Performance und Speicherverbrauch hin und machen in diesem Zusammenhang den Unterschied zur Entwicklung von JEE-Anwendungen deutlich. Das Buch überzeugt mit seiner durchdachten Struktur, ist verständlich geschrieben, logisch aufgebaut und liest sich meist sehr gut. Vor allem Android-Neulinge profitieren von dem durchgängigen Programmierbeispiel, das einen guten Überblick der Möglichkeiten von Android vermittelt und das Zusammenspiel der wichtigsten Komponenten verdeutlicht. Etwas gewöhnungsbedürftig erscheinen lediglich die verwendeten deutschen Klassen-, Methoden- und Attributnamen. Begleitend steht eine Webseite zur Verfügung, die neben einer Errata auch den Quellcode der Beispielanwendung für mehrere SDK-Versionen zum Download zur Verfügung stellt.




