Donnerstag, 24. Mai 2012


Buch-Tipp

Apps für iPhone-Fotografen

(Link zum Artikel: http://www.entwickler.de/cod//000853)

Fotografie und Bildbearbeitung

  • Autor/in: Ronald Puhle
  • Verlag: Markt und Technik
  • Seiten: 234
  • erschienen: September 2010
  • Preis: 19,95 Euro
  • ISBN: 978-3827246714
8/10 Punkte

Ich muss gestehen, dass ich ein großer Fan der Fotografie bin. Nobuyoshi Araki, Peter Lindbergh, William Claxton – sie alle eint etwas Besonderes: sie haben ein Auge für Details. Sie erkennen ein Motiv und sie beherrschen ihr Handwerkszeug. Ihre Bilder ziehen in ihren Bann, sie begeistern Millionen und sind unvergänglich. Sie halten Emotionen fest, schreiben Geschichte. Sie schaffen etwas Unvergängliches.

Ich muss gestehen: Mir fehlt im Grunde genommen alles von dem, was ich gerade aufgezählt habe. Und das, obwohl es mir das iPhone eigentlich leicht macht. Es ist schnell zur Hand, macht brauchbare Bilder und kann dank zahlreicher Apps um viele Funktionalitäten erweitert werden. Dennoch waren meine Bilder eher unterer Durchschnitt. Von Einfallslosigkeit geprägt und nur in Ausnahmefällen zum Zeigen geeignet.

Apps für iPhone-Fotografen von Ronald Puhle macht mich nicht zu einem guten Fotografen. Aber zu einem Besseren, als ich es bis jetzt war. Das beginnt schon bei den Tipps für die Standard-App; wer kann denn schon ahnen, dass sich die Belichtungsmessung nach dem Schärfepunkt des Autofokus richtet? Ich ganz offensichtlich nicht.

Das große Plus des mit 234 Seiten eigentlich recht übersichtlichen Taschenbuchs sind Puhles App-Empfehlungen, die er nicht einfach nur herunterspult, sondern auch auf deren Funktionen eingeht und Tipps zur Bildaufteilung, Schärfe, Kontrasten und Gradiationskurven gibt. Davon verstehe ich nichts, aber nach den jeweiligen Kapiteln bin ich mittlerweile in der Lage, mit dem Handy Bilder zu kreieren, die ziemlich nah an dem sind, was Puhle in seinem Buch zeigt. Mein Spieltrieb führt mich jetzt über das simple Verunstalten meiner Werke hinaus. Und sogar Panoramabilder bekomme ich nun hin.

Nett ist, dass Apps für iPhone-Fotografen dem Leser näher bringt, wie er Fotos auf seinem Blog oder in sozialen Netzwerken veröffentlichen kann, oder wie man dem Stromvernichtungs-Wunder die Flausen austreibt und die Akulaufzeit erhöht. Endlich Punkte, in denen ich mich vorher schon auskannte. Schade nur, dass dieser Bereich ziemlich viel Platz einnimmt. Gern hätte ich mehr Wissen eingesaugt.

Endlich kann ich mitreden, brauche mich nicht mehr hinter manch anderem bei Instagr.am und Co. zu verstecken. Ich spiele noch nicht bei den ganz großen mit, aber dank der grandiosen Lernkurve des Buchs ist mein Spieltrieb in die richtigen Bahnen gelenkt. Nicht selten sieht man mich mit einem wuchtigen Vergrößerungsglas vor dem Smartphone verzweifelt nach dem richtigen Motiv suchen.

Take, Edit & Share your Photos. Ich bin dabei.

Und weil die Zeit dafür reif und geben bekanntlich seliger denn nehmen ist, verlosen wir bis morgen vormittag, den 21. Dezember, unter allen Kommentaren zu dieser Rezension fünf Exemplare von Apps für iPhone-Fotografen. Viel Glück.

Update 21.12., 12:50 Uhr
Das gewinnspiel ist beendet: Jeweils ein Exemplar geht an Niva, Tim87, Foltyn, Ben und Bernd. Herzlichen Glückwunsch! Ihr bekommt gleich noch eine Mail von uns.
Wir danken allen fürs Mitmachen und wünschen schon einmal frohe Festtage und einen guten Rutsch.

von Thomas Wießeckel

Kommentare

Gravatar Bernd 20.12.2010
um 09:46 Uhr
Danke für den Buchtipp... Ich bin ebenfalls ein begeisterter I-Phone Fotografierer... Besonders toll finde ich die Ortefunktion seit IOS 4.2... Freue mich schon auf die Anregungen aus dem Buch... #zitieren
Gravatar Ben 20.12.2010
um 10:43 Uhr
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass es mir immer noch weh tut, wenn ich ein gutes Foto mit dem iPhone hinbekomme und ich mir dann vorstelle, wie dieses Bild wohl mit meiner DSLR aussehen könnte. Anderseits konnte ich so auch schon viele Momente festhalten, die ansonsten verloren gegangen wären, hätte ich überhaupt keine Kamera dabei gehabt.

Bilder mit der Handycam sind qualitativ meist etwas dürftig, aber aufgrund des Festhaltens einer bestimmten Situation oft sehr interessant.
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Gravatar Georg Bauer 20.12.2010
um 11:27 Uhr
Ich habe mir soeben auf Amazon die ersten paar Seiten angesehen. Dort konnte ich durch die Buchvorschau mehrere mit Fotos hinterlegte Praxisbeispiele entdecken: Das macht echt einen sehr guten Eindruck!
Vor allem das Beispiel mit dem Fokus und der Helligkeit auf Seite 14 zeigt einen krassen Unterschied - wow!
Glückwunsch zu diesem Praxiswerk!
Georg
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Gravatar mcflash99 20.12.2010
um 12:10 Uhr
Danke für den Tipp, scheint echt nützlich zu sein. Bisher habe ich auch einfach nur Schnappschüsse gemacht ohne auf irgendetwas zu achten. #zitieren
Gravatar Elisa Foltyn 20.12.2010
um 12:19 Uhr
Ich verstehe zwar was von Gradationskurven und Bildaufteilungen, aber der Schlusssatz mit dem Vergrößerungsglas vor dem iPhone macht schon sehr neugierig! #zitieren
Gravatar Tim87 20.12.2010
um 13:02 Uhr
DIeses Buch scheint wirklich sehr nützlich zu sein. Wie oft war man schon unterwegs bei Sonnenunter - oder aufgang und hat versucht ein gutes Bild mit dem iPhone zu machen. Es ist meist mehr Lotterie als Können - bei mir zumindest.
Und auch an all die Foto-Apps im AppStore traue ich mich, ohne Tipps, nicht richtig ran. Die meisten kosten etwas und nur mal zum Probieren 2,39 Euro ausgeben oder mehr??
Ich denke, dass man auch viele allgemeine Hinweise zum Fotografieren bekommt!
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Gravatar Steffen 20.12.2010
um 18:57 Uhr
Na da bin ich ja mal gespannt, was man so aus dem Buch alles noch so erfahren kann, habe ja schon den einen oder anderen Euro in Apps investiert. Mein Tipp ist Hipstamatic... #zitieren
Gravatar Niva 21.12.2010
um 09:10 Uhr
Das Buch hört sich wirklich spannend an - ich habe zwar schon viele Apps ausprobiert, denke aber, dass der eine oder andere Tipp tatsächlich nicht schaden kann. Das mit dem Belichtungspunkt wusste ich auch noch nicht... Ich habe schon die ganze Zeit vor, Instagram zu probieren, war aber bisher zu faul um mich anzumelden :) #zitieren
Gravatar kampffussel 21.12.2010
um 13:52 Uhr
hallo,
vielen dank für die buchbesprechung und die acht punkte ... ich bin der autor des buches :)
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