Wie schnell muss ich auf eine Nachricht reagieren? Darf ich mein Date vorher googeln? Was ist an diesem iPhone eigentlich so toll? Muss ich immer erreichbar sein? Wozu ist Twitter gut? Wie informiere ich mich am besten über die Welt? Dies sind einige der brennenden Fragen, denen sich der Schweizer Journalist und Heavy-Internetuser David Bauer in seinem Buch Kurzbefehl: Der Kompass für das digitale Leben widmet. Die Absicht dahinter: dem Leser zu allen wichtigen Themen rund um das digitale Leben eine Orientierungshilfe geben.
Bauer schreibt über die Chancen und Risiken des Internets, analysiert dabei immer treffend und hat viele, hilfreiche Tipps, wie etwa einige interessante Alternativen zur Suchmaschine Google, zu bieten. Aber auch sonst geizt das Buch nicht mit interessanten Fakten aus dem digitalen Leben. Bauer ist dabei mal witzig, mal abgedreht, meist aber sachlich und vor allem: intelligent. Die Kapitel sind kurz gehalten und werden durch diverse Glossare und Erläuterungen aufgelockert. Man erfährt viel über die Big Player der Branche – vor allem Facebook steht immer wieder im Mittelpunkt und wird von Bauer kritisch beleuchtet.
Der Autor hat auch einige wundervolle digitale Weisheiten für den Leser parat, wie zum Beispiel "Wer immer nur googelt, ist ein Muttersöhnchen". Bauer verrät uns, warum wir uns über Spam-Mails nicht aufregen sollten, wann wir unseren digitalen Gesprächspartner als "Kommunikations-Nazi" beschimpfen dürfen, wann wir zur Flasche greifen sollen und wie wir die Welt verbessern können. Er schafft es sehr gut, den Reiz und den Nutzten von Twitter zu erklären und wagt am Ende einige interessante Zukunftsprognosen zum digitalen Leben.
"Kurzbefehl" ist ein süffisant lehrreiches Buch, und für den Großteil der Internet-User dürfte dieser sehr gelungene, kurzweilige Ratgeber mit einem guten Schuss Humor garantiert eine hilfreiche Lektüre sein.




