Donnerstag, 24. Mai 2012


Buch-Tipp

Learning Android

(Link zum Artikel: http://www.entwickler.de/jaxenter//000890)

Building Applications for the Android Market

  • Autor/in: Marko Gargenta
  • Verlag: O’Reilly
  • Seiten: 250
  • erschienen: 2011
  • Preis: 34.99 USD
  • ISBN: 978-1-449-39050-1

Obwohl die Dalvik-VM seit einiger Zeit auch mit C++ programmiert werden kann, führt eine Verwendung von Java in den meisten Fällen schneller zu ansehnlichen Ergebnissen. Marko Gargentas Buch will Java-Programmierer in Android einführen und startet daher mit einer Betrachtung der Grundlagen dieses Betriebssystems.

"Learning Android" entstand aus den Unterlagen eines Fortbildungskurses zum Thema. Daher wird nach einer kurzen Einführung in SDK und "Anwendungsskelett" auch schon mit der Erstellung einer Yamba genannten Anwendung begonnen – dabei handelt es sich übrigens um einen Twitter-Client.

In Kapitel sechs dreht sich alles um User Interfaces. Nach einer kurzen Abhandlung über die Unterschiede zwischen programmatisch erstellten und XML-basierten User Interfaces werden Layouts abgehandelt. Danach wird der Client um einen Hintergrundthread erweitert.

Im nächsten Schritt geht es um das lokale Speichern von Daten. Der Autor befasst sich in diesem Kapitel nicht nur mit Dateisystemen – witzigerweise findet man auch Optionsmenüs und die so genannten Intents („Formularstartbefehle“) in diesem Kapitel.

Kapitel acht bringt eine detaillierte Einführung in das Verwenden und Erstellen von Services in Android. Das Thema wird in den Kapiteln 13 und 14 abermals aufgegriffen, wo die Verwendung von systemeigenen Services wie dem Kompass und abschließend die Android-eigene Interfacedefinitonssprache AIDL erklärt werden.

Die dazwischen liegenden Kapitel neun und zehn befassen sich mit der Verwendung von SQL auf dem Endgerät und – logisch folgend – der Anzeige von Daten in komplexen Steuerelementen unter Verwendung des Listen/Adapter-Paradigmas von Android.

Kapitel elf beschäftigt sich mit dem Empfangen von Broadcasts, Kapitel zwölf geht auf Content Provider ein. Abgerundet wird der Kurztrip ins Android-Land durch ein Kapitel über das NDK, das die Verwendung von C++-Routinen in Java-Code ermöglicht.

Wie für O’Reilly üblich, ist auch dieses Buch für Nicht-Muttersprachler klar verständlich und gut strukturiert. Leider ist der Druckraster – wie bei den meisten anderen Verlagen – wesentlich grober geworden. Dies stört die höhere Qualität gewohnten Leser insbesondere bei Screenshots.

In Anbetracht eines Amazon-Preises von unter 25 Euro kann man diesem ohne Index gerade 230 Seiten starken Buch nur eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. In so kurzer Form kann man Android wohl kaum anderswo lernen.

von Tam Hanna

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