Samstag, 31. Juli 2010 |
Für die portbasierte Zugangskontrolle im Rahmen der Authentifizierung in IEEE 802.11i wird der eigentlich für herkömmliche lokale Netze entwickelte Standard IEEE 802.1x verwendet. Beim Einsatz in einem herkömmlichen LAN wird jedem Client ein tatsächlich vorhandener Netzwerk-Port zugeordnet, für dessen Kontrolle ein bestimmter Authentifizierungsserver (im Folgenden mit AS abgekürzt) zuständig ist. Dieses Verfahren wird auf das drahtlose Netz übertragen, indem statt der physikalischen Ports logische Verbindungen zwischen Client und Access Point als Port betrachtet werden. Für jeden eine Verbindung aufbauenden Client wird vom Access Point ein logischer Port erzeugt, der dann einem virtuellen AS zugeordnet wird. Dabei wird zwischen kontrollierten und unkontrollierten Ports unterschieden: Der Client sendet seine Verbindungsanforderung an einen unkontrollierten Port, über den er dann während der Authentifizierung mit dem Access Point und dem AS kommuniziert. Nach erfolgreicher Authentifizierung wird dem Client ein kontrollierter Port zugewiesen, über den er dann Zugriff auf das WLAN erhält.
Für die Kommunikation zwischen Authentifizierer (in der Regel dem Access Point, daher im Folgenden mit AP abgekürzt) und AS wird das Extensible Authentication Protocol (EAP, RFC 3748) verwendet, das ursprünglich für die Nutzung in Einwahlnetzen entwickelt wurde. EAP baut erst eine Verbindung auf, über die dann die Authentifizierung abgewickelt wird. Dazu werden lediglich 4 Nachrichtentypen benötigt:
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EAP-Request- und EAP-Response-Nachrichten werden in verschiedene Untertypen aufgeteilt, die über das EAP-Type-Feld markiert werden. Sie dienen z.B. dazu, die Identität des Clients abzufragen bzw. darauf zu antworten oder ein bestimmtes Upper-Layer-Authentifizierungsprotokoll auszuwählen.
Da EAP ursprünglich für den Einsatz in Einwahlnetzen entworfen wurde, fehlen ihm einige für eine Kommunikation in einem LAN notwendige Funktionen. Diese wurden in EAPOL (EAP over LAN, IEEE 802.1x) definiert. Folgende Nachrichtentypen werden für den Einsatz in IEEE 802.11i benötigt:
Authentifizierungsserver und das häufig genutzte RADIUS-Protokoll werden in einer zukünftigen Folge beschrieben, daher wird hier auf eine Beschreibung der Nachrichten des AS verzichtet. Die zwischen AP und AS ausgetauschten EAP-Nachrichten werden in Nachrichten des Authentifizierungsprotokolls gekapselt, das im Folgenden hilfsweise 'Auth' genannt wird.
Hier die ausgetauschten Nachrichten in einer Übersicht.
Oben wurde davon ausgegangen, dass der AS EAP-Nachrichten versteht und dies dem AP bekannt ist. Andernfalls würde der AP in Schritt 2 eine so genannte EAP-Start-Nachricht an den AS senden. Dabei handelt es sich um eine EAP-Nachricht ohne Datenteil, gekapselt in das Protokoll des AS. Versteht der AS EAP, antwortet er mit einer in seinem Protokoll gekapselten EAP-Request/Identity-Nachricht, die der AP dann an den Client weiterleitet.
In der nächsten Folge wird die Beschreibung von IEEE 802.11i abgeschlossen.
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About Security – Übersicht zum aktuellen Thema "Mobile Security – WPA, WPA2 und IEEE 802.11i"