Sonntag, 12. Februar 2012


Interview

Dienstag, 13. Oktober 2009 | Interview

Interview zur W-JAX Challenge: "Scala ist die Zukunft von Java"

(Link zum Artikel: http://www.entwickler.de/jaxenter/kolumnen/051810)
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Der Countdown läuft bis zum Einsendeschluss für die W-JAX Challenge 2009 (28.10.2009). Da wir sozusagen Halbzeit haben, wollten wir mal bei den angemeldeten Teams nachfragen, wie sie vorankommen. Den Anfang macht das Lift-Team.

JAXenter: Ihr steigt mit dem Lift-Framework in den Ring. Warum gerade diese Technologie?

Heiko Seeberger: Warum gerade Lift? Zunächst einmal ist Lift bzw. die Entwicklung mit Lift sehr produktiv, denn das Framework hat eine ganze Menge guter Ideen von anderen übernommen, z.B. "More than just CRUD" von Django. Dann bringt Lift auch innovative Features, z.B. AJAX- und Comet-Support. Gerade Comet wäre für das Tippspiel bestens geeignet und ich hoffe, dass wir das trotz der knappen Zeit einbauen können. Last but not least bedeutet Scala als zugrunde liegende Sprache ein sehr großes Plus gegenüber Java, Groovy, Ruby etc. Wir bei WeigleWilczek sind überzeugt, dass Scala die Zukunft von Java ist und bekennen hiermit Flagge.

JAXenter: Wie teilt ihr euch die Aufgabe im Team ein? Was nimmt bei einem solchen Projekt eigentlich die meiste Zeit in Anspruch?

Heiko: Lift ist noch so neu, dass uns die Aufgabenteilung leicht fällt: Ich bin maßgeblich für die Entwicklung verantwortlich und meine Kollegen für Design (soweit wir das in diesem Rahmen abdecken werden) und Testing. Natürlich haben auch schon andere Kollegen Scala-Luft geschnuppert und dieses Projekt ist eine tolle Chance für weiteren Wissenstransfer.

JAXenter: Im Moment sind drei Projekte offiziell angemeldet, offenbar entwickelt der eine oder andere auch noch im Verborgenen – ohne Anmeldung. Was könnte eurer Meinung nach die größte Konkurrenz werden?

Heiko: Zur Zeit entwickeln sich die Web-Technologien rasend schnell weiter. Dabei finde ich "application centric" Ansätze sehr spannend, z.B. Cappucino, die nicht mehr nach "einzelnen Seiten", sondern vielmehr nach (Desktop-)Applikation aussehen. Hier könnte ich mir durchaus ernsthafte Konkurrenz im Rahmen der W-JAX Challenge vorstellen, denn ein Tippspiel ist vom Charakter her einfach eher eine Applikation als eine Website.

Heiko Seeberger ist geschäftsführender Gesellschafter der Weigle Wilczek GmbH und verantwortlich für die technologische Strategie des Unternehmens mit den Schwerpunkten Java, Scala, OSGi, Eclipse RCP und Lift. Zudem ist er aktiver Open Source Committer, Autor zahlreicher Fachartikel und Redner auf einschlägigen Konferenzen.

(cf)

Kommentare

Gravatar 2 plus 40 13.10.2009
um 10:33 Uhr
Jetzt gibt es auch schon Troll-News (neben Troll-Postings). Die Nachrichtenüberschrift könnte ja aus einem Heise-Forum stammen.

Durch ständiges, dogmatisches Wiederholen, dass Scala die Zukunft ist, wird die Aussage auch nicht wahrer. Sie ist möglich, aber eben nur eine Möglichkeit.
Groovy ist syntaktisch dichter an Java und deswegen einfacher zu meistern für Umsteiger aus dem Java-Bereich, die neben dem Tellerrand auch irgendwann mal produktiv werden wollen.
Ruby ist klarer und natürlicher im Code und für Menschen mit Perlkenntnissen recht leicht zu lernen.

Auch das Lift-Framework ist nicht die eierlegende Wollmilchsau, sondern (wie auch bei Rails und Grails) muss ich je nach Einsatzzweck bestimmen, ob ich ein relativ leichtgewichtiges Framework verwenden möchte (und da ist die Wahl bei den drei genannten eher Geschmackssache) oder doch die Mächtigkeit eines JEE-Frameworks benötige.

Eine etwas differenziertere Betrachtungsweise würde professioneller wirken als "meine Programmiersprache ist aber viel besser als deine".
#zitieren

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