Sonntag, 12. Februar 2012


Interview

Donnerstag, 29. Oktober 2009 | Interview

"Das Ende der Fahnenstange ist mit JPA 2 noch nicht erreicht"

(Link zum Artikel: http://www.entwickler.de/jaxenter/kolumnen/052125)
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Michael Plöd

In gut einer Woche startet in München die siebte W-JAX. Einen ganze Tag lang können sich Teilnehmer rund um das Thema Java-Persistenz informieren. Wir sprachen vorab mit dem Moderator des Persistence Day, Michael Plöd von der Senacor Technologies.

JAXenter: Version 2.0 des Java Persistence API steht vor der Tür. Wie bewertest du das Release?

Michael Plöd: JPA 2 führt die mit der ersten Version initiierte Konsolidierung der wichtigsten OR-Mapper im Java-Bereich konsequent weiter und standardisiert zahlreiche verbreitete und auch genutzte Features. Wichtigste Neuerung sind mit Sicherheit die typ-sicheren Criteria Queries. Ich denke, dass JPA 2 eine gelungene Spezifikation ist, welche sicherlich schnell in Projekten zum Einsatz kommen wird. Das Ende der Fahnenstange ist mit JPA 2 allerdings noch nicht erreicht.  

JAXenter: Wie geht’s eigentlich weiter mit der Java-Persistenz? Du sagst, das Ende der Fahnenstange sei noch nicht erreicht. Gibt es Visionen, wie O/R-Mapping in 2 Jahren oder in 4 Jahren funktionieren wird?

Michael Plöd: Ich denke, dass es im Bereich Java OR-Mapping nicht mehr den Grad an Innovation geben wird, den wir in den Jahren 2000-2005 gesehen haben. Die verbreiteten OR-Mapper sind technisch ausgereift, stabil und in der Lage auch mit komplexen Datenbankstrukturen umzugehen. Der Fokus in diesem Bereich wird eher in der Konsolidierung der bestehenden Features unter dem Dach von JPA liegen. Interessanter wird in den nächsten Jahren eher der Bereich der alternativen Datenbanken wie CouchDB, Hadoop oder Content Repositories. Ich denke, dass sich insbesondere hier einige interessante Alternativen zum Einsatz relationaler Datenbanken etablieren werden. Der oft heraufbeschorene Tod der relationalen Datenbank wird aber auch durch diese Technologien nicht herbeigeführt. Es wird aber sicherlich Anwendungsfälle geben, die nicht zwingend eine solche Datenbank erfordern.

JAXenter: Warum ein Persistence Day auf der W-JAX? An welche Zielgruppe wollt ihr euch wenden?

Michael Plöd: Obwohl OR-Mapper inzwischen weit verbreitet sind haben wir immer wieder festgestellt, dass der Informationsbedarf in diesem Bereich nach wie vor groß ist. Zum einen sind OR-Mapper und Persistenztechnologien oft nicht ganz so einfach wie sie anfangs aussehen und zum anderen steht JPA 2 kurz vor der Fertigstellung. Diese Themenbereiche haben wir aufgegriffen und einen W-JAX Special Day organisiert, der sowohl JPA 2 zum Thema hat als auch Best Practices und Detailinformationen vermitteln wird. Selbstverständlich darf auf keiner Konferenz der berühmte Blick über den Tellerrand fehlen, weshalb es auch noch Vorträge zu JCR 2 und CouchDB gibt. Zur Zielgruppe zählt jeder Java-Entwickler, der sich für Persistenz-Technolgoien interessiert und Informationen aus erster Hand erfahren will.

Michael Plöd ist Chief Developer bei der Senacor Technologies AG und in dieser Rolle überwiegend in Projekten tätig, die neben der Realisierung der Fachlichkeit auch die Optimierung der Architektur zum Ziel haben. Sein besonderes Interesse gilt Java-Persistenztechnologien. Zu diesem Thema hat er bereits einige Artikel im Java Magazin veröffentlicht.

(cf)

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