Dienstag, 13. November 2007 |
Kolumne
Fliegengemisch
XML ist der
Klebstoff des Web 2.0
und Mashups sind das Ergebnis dieser Bastelei. Bisher war das Basteln
aber den Handwerkern, also uns Programmierern, vorbehalten. Mit Popfly
möchte Microsoft auch die Hobby-Bastler für die
Webentwicklung gewinnen.
Stereotyp
Popfly ist eine typische Web-2.0-Anwendung, beinahe schon
stereotypisch: auf einer webbasierten Plattform, die sich
selbstverständlich im (mittlerweile offenen) Beta-Test befindet,
können angemeldete Nutzer eigene Mashups entwickeln, sie mit
Schlagwörtern versehen (neudeutsch "taggen") und
anderen kostenfrei zur Verfügung stellen. Diese können die
Mashups bewerten (neudeutsch "ranken") und als Vorlage
für eigene Entwicklungen nutzen. Ein integriertes Social Network
darf in Zeiten von Facebook, MySpace & Co. natürlich auch nicht
fehlen.
Der Mashup-Designer ist ebenfalls "web-zwei-punkt-nullig":
auf Basis von Silverlight stellt Popfly einen grafischen Editor zur
Verfügung. Der Nutzer muss die einzelnen Komponenten – bei
Popfly Blocks genannt – nur noch "zusammenklicken".
Die Funktionsweise ähnelt dabei der einer Leiterplatte: die
Ausgabe des Blocks "Yahoo! Traffic" dient als Eingabe
für den Block "Virtual Earth" und heraus kommt eine
Straßenkarte von Seattle mit den aktuellen Baustellen:
Unter der Haube
Wie einfach es ist, eigene Anwendungen mit Popfly zu implementieren,
demonstriert eine (deutschsprachige) Microsoft-Mitarbeiterin in einem
Video: