Freitag, 12. März 2010 |
Im Zentrum der JavaOne 2005, die von 27. bis 30. Juni in San Francisco veranstaltet wird, steht der 10-jährige Geburtstag von Java. Der erste Tag beginnt wie in jedem Jahr mit Keynotes des Hausherren Sun Microsystems:
Zuerst wird Suns Chief Operating Officer (COO) Jonathan Schwartz in seinem Vortrag "Welcome to the Participation Age" einen Überblick über neuesten Technologien und ökonomische und soziale Technologieaspekte geben, ehe Graham Hamilton (Sun Vice President), Bill Shannon und Mark Harper (beide Sun Distiguished Engineers) in ihrem Vortrag "Java Platform Update: Roadmaps & Big Directions" den Stand der Dinge zu den bevorstehenden nächsten Java-Releases (J2EE 5, Java 6 - Codename Mustang - und Java 7 - Codename Dolphin) aufzeigen.
Netbeans Software Day im Vorfeld
Bereits gestern fand im Vorprogramm der JavaOne der Netbeans Software Day statt. Die circa 500 Teilnehmer der kostenlosen Veranstaltung, die zum zweiten Mal im Rahmen der Java-Konferenz stattfand, bekamen von den Netbeans-Kernentwicklern in zwei Sessionschienen Einblicke in die neueste Version der Netbeans IDE (4.1) und wie sie als Basis für die Entwicklung anderer Sun-Produkte wie z.B. Java Studio Creator oder Java Studio Enterprise eingesetzt wird.
Eingeleitet wurde die Veranstaltung durch eine Reihe kürzerer Keynote-Vorträge, wo z.B. der Schöpfer des Open-Source-Projekts Looking Glass, Hideya Kawahara, und Paul Byrne, Projektleiter für die Kern-PLG-Plattform, zeigten, wie die Looking-Glass-Applikationen mit Netbeans entwickelt werden. Looking Glass, letztes Jahr auf der JavaOne vorgestellt und an die Java-Community als Open-Source-Projekt übergeben, stellt Desktopelemente als 3-D-Objekte dar. So können die Anwender zum Beispiel nicht benötigte Fenster wie ein Buch einfach umklappen, die dann an der Seite des Monitors sichtbar bleiben. Um den 3-D-Effekt der Monitoroberfläche hervorzuheben, wird das Hintergrundbild je nach Position des Mauszeigers einer neuen Blickrichtung angepasst.
Collaboration Suite für Netbeans-User
Ihm folgte Jonathan Schwartz, der ebenfalls den Community-Aspekt von Netbeans in den Mittelpunkt seine Rede stellte. Deutlich wurde das auch durch die im Rahmen von Schwartz' kurzem Vortrag angekündigte neue Netbeans Developer Collaboration Site (http://share.java.net/). Hier hat Sun einen Server zur Verfügung gestellt, mit dem man seine Netbeans IDE so konfigurieren kann, dass man mit anderen Netbeans-Usern zusammenarbeiten kann, egal wo sie ihren Sitz haben. Diese Technologie war bis dato Teil des Sun Java Studio Enterprise.
Im Anschluss an die Netbeans-Sessions hielt James Gosling einen Kurzvortrag, indem er zusammen mit einem der Entwickler aus dem Prager Netbeans-Team vorführte, wie basierend auf Swing mit Netbeans innerhalb kurzer Zeit ein Apple-Musik-Player entwickelt werden kann. Schließlich konnten die Teilnehmer als Abschluss der Veranstaltung Fragen an ein Panel stellen, das aus renommierten Java-Entwicklern wie z.B. Graham Hamilton, Bill Shannon, Tim Lindholm und XML-Mitbegründer Tim Bray bestand.
