Donnerstag, 24. Mai 2012 |
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Google darf Doubleclick übernehmen, die Europäische Kommission hat dem 2,2 Milliarden Euro treuen Vorhaben zugestimmt. Die US Federal Trade Commission hat die Übernahme bereits im Dezember abgesegnet.
Im November letzten Jahres hat die EU-Kommission eine Untersuchung eingeleitet, um zu prüfen, ob sich die Akquisition auf den Online-Werbemarkt nachteilig auswirken könnte. Diese Bedenken hält die Kommission für nicht berechtigt. Auch nach dem Zusammenschluss gäbe es genügend Wettbewerb, heißt es.
Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar übt dagegen Kritik an der Entscheidung aus Brüssel. Ihm geht es nicht um den Wettbewerb, sondern um den Einfluss, den Google durch Übernahme letztendlich erlangt. Wenn die beiden Unternehmen zusammenarbeiteten, könnten sie das Surfverhalten von Millionen von Internetnutzern beobachten, so Schaar in einem Interview mit der "Zeit. "Die beiden Unternehmen sammeln sehr viele Daten von privaten Internetnutzern. Damit verdienen sie Geld, Google sogar Milliarden. Durch das Zusammengehen entsteht eine Datenbank, die weltweit ihres gleichen sucht."
Google, wie sollte es auch anders sein, dürfte sich über die Nachricht der EU-Kommission dagegen gefreut haben. Hatte das Abnicken der Übernahme doch einen Anstieg des Aktienkurses zur Folge. Nachdem das Google-Papier in den vergangenen Tagen deutlich an Wert verloren hatte, legte es nun um 26 Dollar auf fast 440 Dollar zu.
Was des einen Freud ist des anderen Leid. Mit der Übernahme von Doubleclick ist wohl der Abbau von Arbeitsplätzen verbunden. Wie das bei den meisten Übernahmen eben der Fall ist, so Eric Schmidt in einem Blog-Eintrag. Laut Schmidt wird es wohl zu Stellenstreichungen vor allem in den USA kommen. Doch noch ist alles offen.