Donnerstag, 24. Mai 2012 |
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Vollmundige Sätze sind da zu hören: Das Internet der Zukunft ist das Netz ohne Browser. Ob Adobe AIR wirklich die Zukunft des Netzes ist, darf dahingestellt bleiben. Wahr ist jedoch, dass enormes Potenzial in geräteunabhängigen Medien liegt. Ein feiner Unterschied. Nehmen wir z.B. "Shifd", eine Applikation der New York Times. Anwender können Inhalte wie Links auf Zeitungsartikel aber auch Notizen und Adressen zwischen ihrem Rechner und mobilen Geräten versenden.
Andernorts geht es handfester zu: So rigoros die EU-Wettbewerbshüter gegenüber Microsoft sind, so blauäugig verhalten sie sich Google gegenüber. Erst Anfang März hat die Europäische Kommission Googles Übernahme von DoubleClick ohne Auflagen genehmigt. Besser noch: Eine vertiefte Überprüfung des 3,1 Milliarden Dollar schweren Geschäfts habe ergeben, dass beide Unternehmen bislang nicht in erheblichem Wettbewerb zueinander gestanden hätten. Das macht nachdenklich und ist irritierend wie Dwayne "The Rock" Johnson in der Damensauna.
Glauben Sie, dass Google Charts nicht Ihre statistischen Informationen weiterverwendet? Glauben Sie, dass Google Android ein altruistisches Geschenk an die Entwicklerwelt ist, dem wachsenden Wunsch nach einem individualisierten Handy gerecht zu werden? Google ist das Kardinalbeispiel für exzellentes Markenmanagement, eine lustige Firma.
2008 ist das Jahr des Hauens und Stechens bei den sozialen Netzwerken. Und ich würde in puncto Mitgliederzahlen und Feature-Reichtum nicht gerade auf StudiVZ setzen.
Mal ehrlich: Wann passiert etwas Neues?
Markus Nix