Samstag, 11. Februar 2012 |
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Microsoft hat zwei neue neue Seiten mit Informationen zum RPC-Wurm veröffentlicht und inzwischen auch anerkannt, das die UAC in Windows 7 eine Schwachstelle enthält. Stefan Esser hat sich zur PHPList-Schwachstelle und dem darüber erfolgten Angriff auf phpbb.com geäußert. Außerdem gibt es Berichte über bösartige .gif-Dateien, Phishing im Web 2.0, Spam für internationale Führerscheine und eine SQL-Injection-Schwachstelle auf der Website von Kaspersky USA. Im Blog von matasano gibt es einen sehr interessanten Eintrag von Eric Monti über 'Ruby for Pen-Testers: JRuby', im Blog der McAfee Avert Labs wurden einige Voraussagen für 2009 veröffentlicht und Bruce Schneier weist in seinem Blog auf einen Cartoon auf xkcd hin, der den Unterschied zwischen theoretischer und praktischer Cryptanalyse illustriert.
Im Blog des Microsoft Security Response Centers wird auf zwei neue Seiten mit Informationen zum RPC-Wurm Conficker/Downadup hingewiesen: Eine für Privatanwender und eine für IT-Profis und Unternehmen.
Microsoft hat inzwischen eingesehen, das die UAC von Windows 7 so wie vorgesehen eine Schwachstelle ist und hat Besserung versprochen. Na also, geht doch! Auch wenn es zuerst gar nicht danach aussah.
Vor einigen Tagen wurde ein Angriff auf die Website phpbb.com bekannt, bei dem die Angreifer eine bekannte Schwachstelle in PHPList ausnutzten. Stefan Esser beschreibt in seinem Blog, wieso dieser Angriff möglich war und wie er hätte verhindert werden können. Die Kurzfassung: Wer Sicherheitsmaßnahmen ignoriert, wird mit einem kompromittierten Server bestraft.
Im Handler's Diary des ISC wird über .gif-Dateien berichtet, die sich nach etwas Social Engineering ("Bitte ändere die Endung der Datei und starte sie") als Programm entpuppen. Die einzige Tarnung ist die Endung: .jse. Kennt die irgendwer? Nein? Ich auch nicht, aber die verschiedenen Websites mit Erklärungen zu Datei-Extensions kennen sie, und denen zu Folge sind das "JScript Encoded Script"-Dateien. Eine anscheinend wenig gebräuchliche Endung für ausführbare Dateien, eben JScript-Skripte.
Die Websense Security Labs haben den zweiten Teil ihres am Donnerstag gemeldeten, zweiteiligen Artikels zu Phishing im Web 2.0 veröffentlicht. Diesmal geht es um eine Ausweitung der im ersten Teil beschriebenen Taktiken.
Schon seit einigen Jahren gibt es Spam zum Vertrieb internationaler Führerscheine (was mir gar nicht aufgefallen ist). Die McAfee Avert Labs haben sich das ganze mal näher angesehen. Die Cyberkriminellen agieren international und haben an die jeweiligen Landessprachen angepasste Seiten.
Im HackersBlog wird über eine SQL-Injection-Schwachstelle auf der USA-Website von Kaspersky berichtet. Laut einem Artikel auf The Register hält z.B. Roger Thompson vom Kaspersky-Konkurrenten AVG die Berichte für glaubhaft.
Im Blog der McAfee Avert Labs wurden einige Voraussagen für 2009 veröffentlicht: 'Cybercrime, Online Threats, and the Recession': Mehr Angriffe auf/über Social Networks, "personalisierte" Angriffe in der Sprache des Opfers, Schadsoftware auf Benutzer-Geräten, mehr Fake-Schutzprogramme, ... - im wesentlichen nichts, was nicht anderswo schon vorausgesagt wurde. Eigentlich ist das nur logisch, da alle von den mehr oder weniger gleichen Voraussetzungen ausgehen und Vorhersagen für den gleichen Zeitraum machen.
Carsten Eilers