Samstag, 11. Februar 2012 |
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Microsoft hat klar gestellt, das die Patches zum Security Bulletin MS09-008 wie vorgesehen vor Angriffen schützen. Es gibt neues zum RPC-Wurm, eine Analyse eines Angriffs auf einen Webserver, Informationen zum Fake-Yahoo-Counter und SQL-Injection-Angriffen sowie einige Meldungen zu Spam, Phishing und ähnlichen Angriffen.
Microsoft ist Berichten nachgegangen, denen zu Folge die Patches zum Security Bulletin MS09-008 in einem Fall wirkungslos sind, und stellt klar, das die Patches wie vorgesehen vor Angriffen schützen. Details zu den Schwachstellen und Patches gibt es in einem Eintrag im Security Research & Defense Blog.
Auch in diesen Security-Hinweisen gibt es neues zum RPC-Wurm Conficker/Downadup zu berichten: Im Blog von Symantec wird der Frage nachgegangen, was Conficker/Downadup denn eigentlich ist. Die Antwort darauf ist nicht ganz einfach, den Conficker/Downadup ist ziemlich einzigartig. Symantec hat eine Übersicht mit allen bisher zu Conficker/Downadup veröffentlichten Blogbeiträgen veröffentlicht: The Downadup Codex (PDF). Enthalten ist auch ein neuer Beitrag über die Verbreitung des Wurm über die AutoPlay-Funktion.
Im Handler's Diary des ISC wird ein Angriff auf einen Webserver analysiert, bei dem gleich 3 Schutzmaßnahmen versagt haben:
Roger Thompson berichtet im Blog von AVG über eine gleich (mindestens) zwei mal mit Fake-Yahoo-Countern infizierte Website. Entweder, da hat der Cybergangster beim Kompromittieren nicht aufgepasst und seinen vorherigen erfolgreichen Angriff nicht erkannt, oder er fährt nach der Devise "Doppelt hält besser" - wird die eine Manipulation entdeckt und behoben, bleibt die zweite ja vielleicht unentdeckt.
Symantec weist darauf hin, das SQL-Injection-Angriffe zur Kompromittierung von Webservern immer noch aktuell sind. Der entsprechende Schädling versucht u.a., schwache Passwörter zu knacken, also: Sichere Passwörter verwenden! Einmal über den SQL-Server eingedrungen, versucht der Schädling dann die vollständige Kontrolle über das System zu erlangen.
Im Blog von Symantec wird über einige Phishing-Mails berichtet, bei denen die Empfänger unter dem Vorwand, sie hätten aus irgend einem Grund evtl. Anspruch auf Schadenersatz zur Angabe persönlicher Daten verleitet werden sollen. Vielleicht sollte mal jemand die Spammer auf Schadenersatz verklagen...
Auch über eine weitere Phishing-Welle wird im Blog von Symantec berichtet: Die Spammer versprechen Anleitungen, mit denen man für unter 200 US-Dollar eine Solar- oder Windkraftanlage selbst bauen kann. Alles, was die Spammer dazu (und für noch viel mehr) brauchen, sind die persönlichen Daten und natürlich die Kreditkarteninformationen ihrer Opfer, pardon "Kunden".
Im Blog von Sophos wird über klassische Nigeria-Scam-Nachrichten berichtet, die über Einladungen zum Social Network Ning.com verteilt werden. Ob in den unerwünschten Mails nun Einladungen zu irgend einem Netzwerk oder zusätzlich noch Scam ist, ist doch eigentlich egal, Spam ist Spam, weg damit.
Auch Trend Micro
berichtet
jetzt über eine Phishing-Welle, bei der das Ziel von Links über einen
URL-Verkürzer, dank seiner Popularität mal wieder TinyURL, verschleiert
wird. Außer dem im Handler's Diary des ISC
veröffentlichten
Tipp, die URL von http://tinyurl.com/irgendwas zu
http://preview.tinyurl.com/irgendwas zu ändern, um die
Preview-Funktion von TinyURL zu aktivieren, gibt es eine weitere
Möglichkeit, das Ziel vor dem Aufruf des Links zu sehen: Trend Micro
weist auf den URL-Expander unter
http://longurl.org/tools
hin.
F-Secure weist darauf hin, das zur Zeit wieder verschiedene Spam-Wellen laufen, die die Benutzer zur Installation eines neuen Flash-Players verleiten sollen. Da Adobe gerade am Updaten ist, könnte das bei nicht besonders aufmerksamen Benutzern sogar gelingen.
Trend Micro
berichtet
über eine aktuelle Spam-Welle, die auf Facebook-Nutzer zielt. Ziel der
Aktion: Die Benutzer sollen einen Videoplayer installieren, um ein Video
betrachten zu können. Der Name des Players:
Adobe_Player11.exe - irgendwo habe ich sowas doch heute schon
mal gehört...
Carsten Eilers