Samstag, 11. Februar 2012 |
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In einigen Archiven der Joomla!-Komponente RSGallery2 wurde eine Hintertür gefunden. Die Twitter-API erleichtert die Verbreitung von Würmern, IM-Zugangsdaten wurden im Internet gefunden und Brian Krebs verrät, was ein gehackter PC wert ist. F-Secure rät zum Aufschreiben von Passwörtern auf Post-its, und im Handler's Diary des ISC wurde eine Liste mit Server-Blacklists veröffentlicht. Außerdem gibt es einige Lese-Tipps.
In einigen Archiven der Joomla!-Komponente RSGallery2 wurde eine Hintertür gefunden. Der Vorfall wird zur Zeit noch untersucht, der Download der Komponente ist bis auf weiteres gesperrt worden. Da niemand nur zum Spass eine Hintertür einbaut, ist mit Angriffen auf betroffene Systeme zu rechnen. Wer RSGallery2 installiert hat, sollte prüfen, ob seine Version betroffen ist.
Aviv Raff berichtet, das die Twitter-API die Verbreitung von Würmern erleichtert. Filtert ein Drittanbieter keinen HTML- und JavaScript-Code aus den Original-Twitter-Profilen, wie es Twitter selbst seit einiger Zeit macht, kann im Profil beim Drittanbieter bösartiger JavaScript-Code eingeschleust werden, der dann im Browser der Besucher des Profils ausgeführt wird. Der Code kann dann über die Twitter-API beliebige Aktionen auslösen. Als Beispiel hat Aviv Raff einen Wurm geschrieben, der eine Schwachstelle in Twitpic.com ausnutzt.
Symantec
meldet,
das mehrere Trojaner die Zugangsdaten zu IM-Anwendungen ausspähen und die
Ergebnisse teilweise im Internet veröffentlicht wurden. Gefunden werden
können sie z.B. über die Google-Suchanfrage "[IM-Benutzername]
password txt filetype:txt".
Brian Krebs listet in seinem Blog auf, welchen Wert ein gehackter PC für den Angreifer hat. Das geht von der Nutzung als Webserver für bösartige Angebote über die Nutzung als Teil eines Bot-Nets zum Spam-Versand und weiter...
F-Secure rät zum Aufschreiben von sicheren Passwörtern auf Post-its. Der Hintergedanke: Es ist besser, ein gutes Passwort zu notieren und zu riskieren, das Dritte es finden, als ein schwaches, leicht ermittelbares Passwort zu verwenden. Damit Dritte nichts mit dem Post-it anfangen können, soll nicht das gesamte Passwort aufgeschrieben werden, sondern nur ein Teil. Der Rest bleibt geheim, dient also quasi als PIN. Sollte jemand das Passwort finden, fehlen ihm immer noch der zugehörige Benutzername und die 'PIN', und damit das Finden nicht so leicht ist, sollte das Post-it nicht gerade am Monitorrand oder unter der Tastatur platziert werden.
Im Handler's Diary des ISC wurde eine Liste mit Server-Blacklists veröffentlicht. Aufgeführt sind z.B. Listen mit bösartigen Webservern und mehr. Einen weiteren Artikel zum Thema gibt es von Steven Burn.
In Microsofts Security Research & Defense Blog wurde ein Beitrag über
'Safe Unlinking in the Kernel Pool'
veröffentlicht. In Windows 7 werden einige Integritätsprüfungen für den
Kernel-Pool aktiviert, die Pufferüberläufe erschweren sollen.
Steve Friedl hat eine gute Beschreibung der
WebDAV-Schwachstelle
im IIS veröffentlicht:
' Understanding Microsoft's KB971492 IIS5/IIS6 WebDAV Vulnerability'.
Dancho Danchev berichtet in
'Inside the botnets that never make the news - a gallery'
über kleine Botnets, über die kaum berichtet wird, obwohl sie ebenso
Schaden anrichten, wie die Riesen-Netze, die regelmäßig in den
Nachrichten auftauchen.
Endlich gibt es mal eine für Deutschland brauchbare Schadsoftware- und
Pishing-Statistik: Die
'Malware and Phishing statistics for Germany'
von Avira. Leider ist sie etwas kurz.
Das SANS-Institute hat ein neues Blog rund um die Sicherheit von
Webanwendungen
gestartet:
Das
'SANS Web Application Security Blog'.
Carsten Eilers