Donnerstag, 24. Mai 2012 |
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Ein Virus infiziert die Delphi-Entwicklungsumgebung. Es gibt Informationen zu kompromittierten Websites, im Handler's Diary des ISC wird berichtet, dass angeblich ein Exploit für die Schwachstellen im Windows Internet Name Service (WINS) aus Microsofts Security-Bulletin MS09-039 'in the wild' unterwegs ist. Und der Mac-Browser Camino bekommt in der kommenden Version 2 einen Schadsoftware- und Phishing-Schutz, der wie in Firefox, Safari und Google Chrome auf Googles SafeBrowsing-API basiert.
Sophos,
Kaspersky
und
F-Secure
berichten über einen Virus, der die Entwicklungsumgebung von Delphi 4.0,
5.0, 6.0 und 7.0 infiziert: Zuerst wird in
source\rtl\sys\SysConsts.pas der
Viruscode geschrieben, danach SysConsts.dcu mit einer Version
überschrieben, die zuerst den Viruscode aufruft. Wird danach ein Programm
mit der infizierten Version von SysConsts.dcu kompiliert, enthält es
ebenfalls den von Sophos
W32/Induc-A
genannten Virus. Weiterer Schadcode ist nicht enthalten, bisher tut der
Virus also nicht mehr, als dafür zu sorgen, dass alle Delphi-Umgebungen, die
er erreicht, infiziert werden. Generell könnte so aber auch beliebiger
anderer Schadcode verbreitet werden. Evtl. handelt es sich bei diesem
Virus nur um einen Test, dem ein Virus für aktuelle Delphi-Versionen mit
bösartigem Schadcode folgt.
Im Handler's Diary des ISC befassen sich gleich zwei Einträge mit
kompromittierten Websites: In
'Website compromises - what's happening?'
berichtet Deborah Hale über 2 kompromittierte Websites, die beide das
Opfer des Schädlings Gumblar wurden. Der hatte die Rechner der
Website-Betreiber infiziert und deren FTP-Passwörter an die
Cyberkriminellen geschickt. Die haben daraufhin die index.html-Seiten der
Websites mit Code zum Verbreiten von Gumblar präpariert. Andrew Martin
beschreibt
so einen Angriff in seinem Blog detailliert. Im zweiten Eintrag im
Handler's Diary berichtet Adrien de Beaupre über
'YAMWD: Yet Another Mass Web Defacement':
Tausende bei einem Massenhoster gehostete Websites wurden defaced, nachdem
ein Angreifer in eine dort gehostete Website eindringen konnte.
Erfreulicherweise keine.
Carsten Eilers