Samstag, 11. Februar 2012 |
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Jens Grochtdreis, Initiator der Webkrauts, lud am 2. Webtech-Tag zum "Web Standards Day". Als Vortragende waren bekannte Webkrauts eingeladen, die Eröffnung geschah durch Nils Pooker, der auf unterhaltende Weise zeigte wo die Diskrepanzen in der Kommunikation zwischen Webdesigner und Kunde sind und wie man sie am besten umschifft. Wichtig vor allem: Authentisch bleiben um keine kognitive Dissonanz beim Kunden hervorzurufen, das schaffe vertrauen.
Mit "Die Zukunft des Web beginnt jetzt" zeigten Martin Kliehm und Eric Eggert die neuen Technologien, die im Web derzeit entwickelt werden.
Eggert ging auf den neuen HTML-Standard ein und erklärte die Semantik der Elemente, Browser-APIs wie Geolocation oder auch Orientation (das Erkennen der Neigung eines Notebooks) sowie einige neue CSS3-Features.
Kliehm ging auf die HTML5-Elemente Video und Canvas ein und zeigte wie 3D-Animationen gelingen können.
Mit einigen Statements zur Bockigkeit der deutschen Barrierefreiheitsszene begann Tomas Caspers Vortrag zu Barrierefreiheit im Web. Kunden wollen nicht Lösungen, die nur barrierefrei seien, die Seite müsse auch schön sein. Die Schnittmenge zwischen gut designeten und barrierefreien Seiten sei noch viel zu gering. Danach ging er auf die Grundsätze von Barrierefreiheit ein und gab einen weitreichenden Einblick in die Vielfalt von Behinderungen.
Mit "Barrierefreiem JavaScript" zeigte Dirk Ginader den Ansatz moderner Webentwicklung mit fortschrittlichen JavaScripttechnologien. So fügt er in seinem Denkmodell den klassischen 3 Schichten HTML (Struktur/Inhalt), CSS (Gestaltung) und JavaScript (Interaktion) zwei weitere hinzu, nämlich "CSS für JS", also eine Umgestaltung, wenn JavaScript vorhanden ist und WAI-ARIA, den einfachen Richtlinien für zugängliche Webapplikationen. Letzteres, so stellte er klar, ersetzt aber kein gutes HTML und JS.
Anhand von einfacheren und komplexeren Beispielen zeigten Dirk Jesse und Nicolai Schwarz "Best Practices in JavaScript und CSS", so thematisierten sie beispielsweise den Sinn und Unsinn von Reset-Stylesheets, Jesse zeigte zudem seine in YAML integrierte Lösung für Formulare.
Über "Gute Seiten, Schlechte Seiten" unterhielten sich dann noch zum Abschluss des Tages Jens Grochtdreis und Tomas Caspers als "Waldorf & Statler" des Webs über qualitativ hochwertigere und schlechte Webseiten anhand von ausgewählten Beispielen.
Ab morgen werden wir einige Interviews mit Speakern online stellen. Erleben Sie die Konferenz aus der Sicht der Bühne.