Donnerstag, 24. Mai 2012


Topthema

Donnerstag, 19. November 2009 | Topthema

CTO, studiVZ: "Wir haben im Moment 2 Bugs."

(Link zum Artikel: http://www.entwickler.de/php//052486)
  • Teilen
  • kommentieren
  • empfehlen
  • Bookmark and Share

Das Programm der jüngsten International PHP Conference war ausgesprochen abwechslungsreich, nicht zuletzt auch Dank Unterstützung vielfältigster Themen der WebTech Conference. Entsprechend bunt bot sich auch das Themensprektrum der diesjährigen Keynotes, auf denen sich neben Patrick Lauke (Evangelist im Developer Relations Team bei Opera Software) und Ralph Schindler (Software Engineer im Zend Framework Team) auch Jodok Batlogg (CTO für die VZnet Netzwerke Ltd.) präsentierte.

Bereits im Vorfeld kündigte Jodok einige polarisierende Standpunkte an, so zum Beispiel auch, dass man bei studiVZ bugfree sei. Just zur Konferenz tauchten dann allerdings doch zwei Bugs auf, die natürlich angesprochen werden mussten – einzelne Teilnehmer vermuteten gleich "Frontend" und "Backend". Was es jedoch genau damit aus sich hat, verrät Jodok am besten selbst:

Bugfree - fast! Jodok Batlogg @ipc09

Was zunächst also als Experiment startete, nämlich Bugs – so sie denn entdeckt werden – bei VZnet innerhalb von 24 Stunden zu erledigen, scheint letztendlich zum Erfolg zu führen. Ob sich der Bugfixing-Prozess über Karteikarten wohl als Vorzeigemodell etablieren wird?

(rl)

Kommentare

Gravatar der_sk 19.11.2009
um 12:25 Uhr
Der Vollständigkeit halber sollte erwähnt werden, dass man zuvor den alten BugTracker mit IIRC rund 3000 Bugs einfach gelöscht hat (in der Hoffnung dass diese neu gemeldet werden).

Man kommt nicht umhin darüber nachzudenken, ob der Mining-"Skandal" bzw. Captcha-Mangel in diesen 3000 Bugs mit drin war.

Auch der Vergleich der Zahlen zwischen flickr und *VZ ist ein seltsamer Vergleich, schließlich lädt man bei flickr sehr große Bilder hoch (die auch groß bleiben), während bei *VZ runtergerechnet wird.

600 Server fand ich jetzt subjektiv sehr viel für die Zugriffe, allerdings habe ich hier keine Erfahrung - hier fehlten seltsamerweise Vergleichszahlen ;-)
#zitieren
Gravatar someone 19.11.2009
um 13:01 Uhr
http://www.golem.de/0910/70585.html
ein bisschen technischer Hintergrund zum "Ideengeber".
Ich finde es schwach, welche Theorien er aufstellt und worüber er vorträgt. Die 24 Stunden Aussage im gleichen Satz mit "basteln" zu verwenden finde ich witzig....
#zitieren
Gravatar MArtin 19.11.2009
um 22:48 Uhr
Ich fand die Präsi ziemlich unterhaltsam, musste auch mehrfach schmunzeln über die teilweise absurden Aussagen.
"Ein Entwickler der einen Bug nicht in 24h lösen ist kein Entwickler" - was für ein Unsinn, man könnte meinen er hat noch nie an einem großen Projekt gearbeitet wo vorher ein paar Leute schon gefrickelt haben ;)
Das 2 Bugs auftauchten während der Konferenz ist doch auch Unsinn, im gleichen Satz hat er gesagt das die Iphone App bereits seit August nicht geupdatet wurde, also gabs den Bug schon die ganze Zeit. 3000 Bugs zu löschen und so zu tun als wären sie nicht existent klingt nach Verarschung der Geldgeber.
Das Abspeichern von privaten Daten in der Cloud halte ich aus datenschutzrechtlichen Gründen auch für eher kritisch.
Wofür die ganze Eigenwerbung gut sein sollte, hat sich mir schlußendlich nicht offenbart.
#zitieren
Gravatar Nitro 20.11.2009
um 19:17 Uhr
"Wir machen jeden Tag ein Release, an dem kleine Bugs rausgespielt werden."

Aha.
#zitieren
Gravatar Jon 17.12.2009
um 02:12 Uhr
Jodok hat nicht gesagt, dass 3000 *offene* Bugs in Jira drin waren... (davon habe ich 500 eingestellt ;-) Ich bin nicht meh bei VZ aber ich glaube nicht, dass so viele offene Bugs da waren - gefixte, abgelehnte und Duplikate sind sicherlich auch dabei - einfach 3000 Tickets im System. Wenn man ein Bug-Backlog wachsen lässt, steigt der Verwaltungsaufwand - und viele werden gefixt, ohne dass man es merkt, so dass sie auch nicht resolved werden, obwohl sie nicht mehr existieren. Der Schritt, Jira abzuschaffen war riskant aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Die provokante Aussage, dass ein Developer kein Developer ist, wenn er ein Bug nicht binnen 24 Stunden fixen kann ist bei VZ durchaus plausibel: Erstens geht es um das Fixen von Bugs, nicht die Implementierung von neuen Features und zweitens hat VZ ein solides Framework und dokumentierte BestPractices und eingehaltetenen Coding Standards, so dass jeder Entwickler sich in einem beliebigen Modul schnell zurecht finden sollte - das ist bei den meisten Firmen leider nicht der Fall, so dass es durchaus länger dauern kann. In vielen Firmen wird das Management m.E. nicht mitspielen, bei der Abschaffung des Bugtrackers. Habe gemischte Gefühle darüber - auch mit Bugtracker kann man sich das Ziel setzen, Bugs binnen 24 Std. zu fixen!
#zitieren

Folgende Links könnten Sie auch interessieren