Samstag, 31. Juli 2010 |
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Es gibt weitere Informationen zum neuen iPhone-Wurm. Ein neuer Wurm ist auf Facebook unterwegs, das chipTAN-Verfahren der Sparkassen wurde ausgehebelt, und es gibt eine neue Beta-Version von Nmap. Darja Gudkova vom Kaspersky Lab hat die Spam-Statistiken zum dritten Quartal 2009 erstellt, und Suyog Sainkar von Symantec warnt vor Phishing-Angriffen auf Online-Spieler.
Es gibt weitere Informationen zum
neuen
iPhone-Wurm: Paul Ducklin von Sophos hat mit dem Passwort-Knacker
John the Ripper
das vom Wurm geänderte root-Passwort
ermittelt:
Es lautet 'ohshit'. Da der Wurm das Passwort nicht über den
passwd-Befehl ändert, sondern es direkt in der Datei
/etc/master.passwd ersetzt, wird nicht nur das des
root-Accounts ersetzt, sondern alle Passwörter, die 'alpine' (das
Default-root-Passwort) heißen. Ggf. müssen also auch die
Passwörter der betroffenen Benutzerkonten korrigiert werden.
Außerdem nennt Ducklin die IP-Adresse des
Command&Control-Servers, mit dem sich der von ihm 'Duh' genannte Wurm
verbindet: 92.61.38.16. Und Graham Cluley von Sophos
berichtet
mit Verweis auf einen
BBC-Bericht,
dass der Wurm tatsächlich Onlinebanking-Informationen ausspäht: Die ING
Bank hat ihre Callcenter-Mitarbeiter über den Wurm informiert, damit die
den Kunden zur Seite stehen können.
Nick FitzGerald und Roger Thompson von AVG berichten über einen von Gadi Evron entdeckten neuen Wurm, der sich über eine Cross-Site-Request-Forgery-Schwachstelle auf Facebook verbreitet. Roger Thompson hat ein Video des Wurms erstellt, das er übervorsichtig mit der Warnung "WARNING! It is R-rated, so be aware." versehen hat:
RedTeam Pentesting hat beschrieben, wie sich das chipTAN-Verfahren der Sparkassen durch einen Man-in-the-Middle-Angriff aushebeln lässt. Beim chipTAN-Verfahren wird die für die Durchführung einer Überweisung benötigte TAN von einem kleinen Gerät erzeugt, das die für die TAN-Berechnung benötigten Informationen einschließlich Kontonummer und Betrag über einem sog. Flickercode auf der Website der Bank erhält. Nur wenn die vom Gerät angezeigten Werte von Kontonummer und Betrag korrekt sind, soll der Benutzer die Aktion fortsetzen. Über einen Man-in-the-Middle-Angriff können Sammelüberweisungen, bei denen keine Kontonummern, sondern nur die Anzahl der Überweisungen und deren Gesamtsumme angezeigt wird, manipuliert werden. Aber auch die Manipulation einzelner Überweisungen sowie von innereuropäischen SEPA-Überweisungen ist möglich.
Eine neue Beta-Version des Netzwerk-Scanners Nmap wurde veröffentlicht. Neu sind z.B. Verbesserungen beim Scannen von UPD und Host-Fingerprinting.
Carsten Eilers