Donnerstag, 24. Mai 2012


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Mittwoch, 27. Januar 2010 | News

Larry Ellison über Entlassungen, Jonathan Schwartz und neue Horizonte

(Link zum Artikel: http://www.entwickler.de/jaxenter//053579)
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In einem Interview der New York Times mit Larry Ellison, CTO von Oracle, bestätigt Ellison den Weggang von Sun-CEO Jonathan Schwartz. Ellison erwarte, dass Schwartz sich aus dem neuen Oracle/Sun-Riesen zurückziehen werde, hoffe allerdings, dass Sun-Mitbegründer Scott McNealy dem Konzern erhalten bleibe. Die genaue Rolle, die McNealy im Unternehmen spielen solle, müsse allerdings noch ausgehandelt werden.

Auch zu personellen Umstrukturierungen äußerte sich Ellison, sichtlich bemüht, den kursierenden Gerüchten von bis zu 13.000 Entlassungen entgegenzuwirken. In den nächsten Monaten plane Oracle Entlassungen von weniger als 2000 Mitarbeitern, werde allerdings zugleich mehr als 2000 neue Kräfte einstellen.

Von Analysten wird die Übernahme von Sun durch Oracle, die vergangenen Donnerstag auch von der Europäischen Kommission genehmigt wurde, als wichtigster Deal des Jahrzehnts bezeichnet. Oracle könne durch den Einstieg in das Hardware-Business und das dadurch ermöglichte Angebot von Komplettsystemen - Datenbanken, Business Software, Server, Speicher- und Netzwerksysteme etc. - ein neues Businessmodell etablieren, das den Markt bleibend verändern könnte. Ellison bestätigte, dass Oracle nicht einfach einen bunten Baukasten von Einzelkomponenten in ihr Portfolio aufnehmen wolle, sondern in besonderem Maße an der Integration der Komponenten zu Gesamtsystemen und Komplettlösungen arbeiten werde:

The cost isn’t in buying the pieces. The cost is in the labor of assembling them and making them work. Larry Ellison

It is odd that the computer industry ships all these separate parts and expects customers to assemble them. You will now be buying this complete system, and don’t have to hire I.B.M. or someone else to assemble it for you. Larry Ellison

Ellison kündigte zudem an, man werde das Partnerprogramm von Sun nicht mehr weiterführen und statt dessen Produkte direkt an die stärksten 4000 Kunden von Sun verkaufen. Mit dem Einstieg von Oracle in das Hardwaregeschäft katapultiert sich Oracle in eine direkte Konkurrenzsituation etwa mit IBM, Dell und H.P. und hat als Trumpf nun sowohl die eigene als auch Suns Kundenbasis zur Verfügung, um ihre Gesamtpakete an den Mann zu bringen.

(hs)

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