Sonntag, 12. Februar 2012


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Mittwoch, 3. Februar 2010 | Kolumne

Kommentar: Oracle behält JavaFX

(Link zum Artikel: http://www.entwickler.de/jaxenter//053700)
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Am vergangenen Mittwoch hat wohl keiner große Überraschungen erwartet – dem Tag, an dem Oracle seine Strategie zu den vielen Sun-Technologien in einem Webcast bekannt gab. Die Speaker Charles Phillips und Thomas Kurian predigten zum Thema Java: „Kein Grund zur Sorge, alles bleibt beim Alten.“ NetBeans bleibt, der Java Community Process bleibt, die JavaOne bleibt. OK, das vielversprechende „Projekthosting-Projekt“ Kenai schließt seine Türen und über 8.000 Projekte müssen umziehen, aber auch das dürfte keine große Überraschung dargestellt haben.

Doch dann kam ein Punkt, da dürfte der eine oder andere RIA-Entwickler plötzlich hellwach gewesen sein: JavaFX, JavaFX, JavaFX!

Oracle hatte wahrlich andere Optionen als sich zu Suns jungen (oder doch schon alten?) RIA-Technologie JavaFX zu bekennen. Sie hätten JavaFX auch ein ähnliches Schicksal wie Project Kenai bescheren können.

Ein Rückblick …

Es war Frühsommer 2007, da kündigte Sun auf der JavaOne die neue Technologie erstmals an. JavaFX Script war aus dem Projekt F3 des Sun-Entwicklers Chris Oliver entstanden. Gut ein Jahr später folgte dann ein erstes Preview-SDK und der Launch der Webseite javafx.com  – zu einem Zeitpunkt, an dem wohl kaum noch jemand damit gerechnet hatte. JavaFX war also der neue Underdog, der plötzlich wieder im Rampenlicht stand.

Kurz vor Weihnachten 2008 folgte dann JavaFX 1.0, bestehend aus dem JavaFX Dvelopment Environment, der Production Suite und JavaFX Desktop. Mobil wurde JavaFX erst im März 2009. Es war also ein langer und mühsamer Weg, den Suns Underdog seit 2007 gehen musste.

Rosige Aussichten

Doch zurück in die Gegenwart: Thomas Kurian, Oracles Executive Vice President of Product Development hat bei der Präsentation letzte Woche bekräftigt: JavaFX müsse aggressiv und dynamisch weiterentwickelt, die Interoperabilität zwischen JavaFX, Java, JavaScript und HTML 5 angestrebt und die Grenzen zwischen den verschiedenen Technologieansätzen abgebaut werden. Außerdem solle JavaFX Oracle ADF (Application Development Framework) und ADF Mobile für Enterprise-Anwendungen ergänzen.

Wie reagiert die Community auf diese Neuigkeiten?

Jim Weaver ist in seinem Blog überzeugt, dass Oracles Verpflichtung JavaFX einen Auftrieb geben wird, dass man aber an drei wichtigen Punkten dringend arbeiten müsse:

  • Bessere Deployment-Geschwindigkeit im Browser
  • Vervollständigung der JavaFX-UI-Komponenten
  • Erweiterungen der Mobile-Verfügbarkeit jenseits von Windows Mobile

Andere Stimmen gehen wiederum davon aus, dass JavaFX die RIA-Gemeinde weiter spalten könnte:

JavaFX is not about integrating with Swing. JavaFX is about turning Swing into OS 9 Classic. Soon enough JavaFX will be "enhanced" with a new Swing incompatible rendering engine and the divide will be complete. The Java Store DRM platform works as a legacy launcher and as a public relations move. This is why JMediaPane is gone, the JavaFX designer late and why the whole thing is based on Web Start. Swing will get access to JavaFX through some ass backwards API.

Sure, Oracle will still support Swing and add features. It just looks like one part of Sun is trying to get another part of Sun fired. How do you else explain SwingComponent.wrap() and JXScene ?

Wer den Webcast letzte Woche verpasst hat, erhält alle wichtigen Informationen auf dieser Übersichtsseite.

(cf)

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Kommentare

Gravatar Rookee 03.02.2010
um 16:04 Uhr
Ich hoffe das Oracle Javafx mal ein wenig schlanker und schneller macht. Als ich gehört habe das es ein Flash Konkurrent werden soll, war ich hellauf begeistert. Aber was die momentan bieten ist nen Witz. Langsam... träge... und lässt teilweise bei den Demos schon den Browser abschmieren.

Hoffe auf eine Integration ins Web ähnlich wie Flash... einfach einbetten, laden und go
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